Die Hauptschlagzeile, „Gewinnen Sie Sommerglück“.

Recht lustig, oben zwei kleine Anreißer nebeneinander: „Boom / Bauprojekt im Bahnhofsviertel“ und „Unfassbarer Pendler-Stau / Voll-Chaos am Hauptbahnhof“.

Unter „Nachrichten“, gleich die erste, eine in meinen Augen recht wichtige: „Abhängigkeit von China immer größer“ und der erste Absatz: „Bei strategisch wichtigen Gütern wie Akkus, Solarpanels und Antibiotika wächst Deutschlands Abhängigkeit von China.“. Tja, das predigen manche schon seit gut zehn Jahren. Offenbar erkennen es nun immer mehr. Schön!

Seite 3, „Komplett-Chaos am Hauptbahnhof“ und die kleine Überschrift darüber: „Kein Durchkommen für Pendlermassen – Polizei greift ein“.

Hier ist es notwendig, vielleicht einmal die Staus zusammenzufassen:

  • Sendlinger Tor, Zufahrtstraße Lindwurmstraße nur noch einspurig: Rückstau
  • Fürstenrieder Straße, Trambahnprojekt, über weite Strecken nur einspurig, Querung schwer
  • viele kleine „Fernwärme“-Baustellen quer über die Stadt versprenkelt
  • Bahnunerführung bei der Poccistraße für den Autoverkehr teilweise nur einspurig
  • regelmäßiger Stau, in beide Richtungen, wenn man von der Autobahn von Starnberg kommt. Offenbar eine Fehlplanung, denn es wird nur mit einer Spur auf den mittleren Ring aufgefädelt und das ist zu wenig.

Jetzt zum Bahnverkehr:

  • regelmäßige Sperrungen der Stammstrecke, teils über mehrere Tage, teils nachts
  • U3/U6: Goetheplatz und Poccistraße gesperrt
  • Hauptbahnhof: Nach wie vor ständig irgendwo Baustelle
  • regelmäßiger Ausfall irgend einer Linie wegen „Fahrermangel“.

und jetzt eben, die besondere Situation: Züge enden in Pasing.

Und da zeigt sich, über 10 Jahre später: Meine Einschätzung war richtig. Die zweite S-Bahn-Stammstrecke lieber nicht bauen, lieber Ausbau der U-Bahn nach Pasing.

So jedenfalls sehe ich es.

Und ich habe es auch ausprobiert: Sowohl der SEV der U-Bahn, als auch von Pasing in in die Innenstadt. Bei Pasing ist es am Nordbahnhof, aber noch hinter einer Kurve. Davor ist eine andere Haltestelle. Die Busse müssen sich vorbeiquetschen, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich frage mich, wer die Stelle vorher in Augenschein genommen hat, denn ich sage nur „burning rubber“ am Bordstein.

Die Kosten für den SEV müssen immens sein. Ich habe es überschlagen. Ich schätze, ein Bus kostet zur Miete alles in allem pro Stunde 1000 Euro. Der MVV wird ein gigantisches Defizit haben dieses Jahr, das prophezeie ich jetzt schon.

Was wäre besser gewesen, hier also meine Vorschläge (damit es nicht später heißt: Immer nur kritisiert, nicht gesagt, was er machen würde):

  • SEV um jeden Preis vermeiden
  • Baustellen um jeden Preis vermeiden
  • Wenn sich eine Baustelle absolut nicht vermeiden läßt: keine Streckensperrung, zur Not eingleisig; Baustelle zügig abschließen, also volle Konzentration und ohne Pause die Baustelle abarbeiten
  • Fahrstühle, Rolltreppen, alles was für Behinderte wichtig ist: Absolute Priorität A. Es gibt ein Stand-by-Team, daß den ganzen Tag sich nur darum kümmert.

Am 28. bin ich von München nach Ulm und wieder zurück. Jedes Mal über eine halbe Stunde Verspätung. Die Durchsagen haben inzwischen schon etwas nihilistisches. „Schuld war ein LKW, der bei Ingolstadt in eine Überführung ist. Alles wurde umgeleitet, auch auf unsere Strecke.“ Ich frage mich da nur: Warum bleiben in Japan keine LKWs in Unterführungen stecken? Na gut, die haben dafür zur Zeit ein Problembären-Problem.

Noch kurz zurück zum Artikel von Dirk Walter: Er ist unprätentiös geschrieben, eine sachliche Reportage, „hat die Grenze des Zumutbaren überschritten“.

In meinen Augen ist den Münchnern nicht zu helfen. Immer wieder dieselbe Politik gewählt, ex post bestätigt.

Also ich wundere mich nicht.

Wenn ich Kanzler wäre, wäre der ÖPNV für mich Chefsache.

Im Zug gestern war es auch lustig, es kam eine Durchsage „Wir müssen warten, denn jetzt kommt ein Zug, der hat noch mehr Verspätung als wir und der darf Augsburg dann vorher verlassen. Wir müssen noch zehn Minuten warten, bis der kommt, dann dürfen wir hinterherfahren“. Viele Fahrgäste steigen aus. Ich bleibe sitzen, weil ich auf *den* Trick nicht mehr hereinfalle, seit der Sache in Mannheim vor einigen Jahren. Nach einigen Minuten wird eine Mutter unruhig und fragt meine Nachbarin „something with delay?“ und die Befragte zuckt mit den Schultern, ihr Begleiter weiß auch nichts, auch Ausländer. Also erkläre ich die Sachlage. Da frage ich mich immer: Warum kommen solche wichtigen Durchsagen nicht auf Englisch?

Auf Seite 7, „Rave in Riem: DJane auf Drogen durchsucht“. Offenbar darf man nicht gemeinsam auf Toilette – wußte ich auch nicht, stand wohl nur auf Deutsch da, die Betroffene war Schottin. Die beiden wurden dann auch in der Unterwäsche von „[w]eibliche[n] Beamte[n]“ durchsucht. Vier Polizisten in Zivil. Also, Raves sind nach meiner Erfahrung sehr friedlich. Viele Drogen wurden inzwischen halbwegs liberalisiert. Da frage ich mich, wären die Polizisten am Hauptbahnhof, am alten botanischen Garten, am Stachusbrunnen, im englischen Garten, am Ostbahnhof, beim Goetheplatz, in der Schillerstraße, an bestimmten Stellen in Haar nicht besser auf Streife!? Muß ich der Polizei sagen, wo die Musik spielt? Wenn ich Polizeichef wäre, würde ich erst einmal am Hauptbahnhof für „Null Toleranz“ sorgen. Und wenn ich Feuerwehrchef wäre, würde ich sagen, wo sind die Fluchtwege am Hauptbahnhof? Alle Baustellen zurückbauen und nur an einer Stelle weitermachen und ansonsten müssen die Fluchtwege klar und frei sein! Und wenn ich Bahnchef wäre, dann würde ich sagen, also, kein weiterer Rückbau von Gleisen. Wenn es jetzt an Gleisen fehlt zwischen Hauptbahnhof und Pasing, dann sage ich schon seit 20 Jahren: Den gesamten Rückbau hätte ich nie genehmigt. Oder nur unter der Bedingung, daß enteignete frühere Grundstücksbesitzer den Erlös des Grundstückverkaufs erhalten. Also, das hätte ich zumindest als Justizminister schon lange in ein Gesetz gegossen. „Retrospektive Verantwortung bei Freigabe enteigneten Vermögens“.

Die VdK-Geschichte, der Artikel „Bentele: Der Zoff beim VdK eskaliert“ verstehe ich nicht. Mir scheinen hier alte Rechnungen beglichen zu werden, aber wie gesagt, ich habe nicht recherchiert und verstehe nur nicht den „Zoff“ oder kann ihn nicht nachvollziehen.

Zu dem Artikel „Olching: Gericht schickt Todesfahrer in Psychiatrie“ habe ich etwas recherchiert, offenbar war er Baggerfahrer, das Ausüben dieser Tätigkeit wurde ihm untersagt. Warum wurde ihm die Fahrerlaubnis nicht abgenommen? Das Urteil ist in meinen Augen korrekt. Man kontrastiere es mit dem Urteil des SUV-Fahrers und der Trambahnhaltestelle.

Seite 10, „Wir trauern“. Am Friedhof Dünzelbach trauert man doppelt, denn E.F., 62 J., wird offenbar zwei Mal beerdigt. Einmal auch „gretel“ kleingeschrieben, sie hat auch das Maximum, 96 J.. Minimum: 59 J., „Lagerverwalter“. Offenbar ein Paar mit gleichem Nachnamen, nur ein Jahr auseinander (85 J., 86 J.).

„Spar-Pläne: Jetzt trifft’s die Beamten / Renten-Rebell Winkel (CDU): Weniger Geld für Pensionäre“. Dazu sage ich nur, was ich immer sage: Krieg ist teuer. Das Geld für „2015“ war nie da. Wer war zuletzt in einem Altersheim? Ich empfehle den Besuch dringend. Es zeigt auch, wie der Kapitalismus letztlich nur funktioniert, weil sich institutionalisiert um Gepflegte gekümmert wird und nicht intrafamiliär. Wenn eine Tochter sieht, daß ihre Mutter im Altersheim ist, bekommt sie evtl. auch keine Tochter, weil sie ihr das nicht zumuten will? In meinen Augen ist das demographische Problem das größte Problem Deutschlands, und das nicht erst seit gestern, sondern schon seit etwa 1975. Und kein Politiker hat sich daran gewagt und keine Regierung es lösen können. Auch die Schuldenbremse hat nicht gehalten. Wie ich es vorhergesagt habe.

Und ich kann nur sagen: Es ist ein tolles Gefühl, richtig gelegen zu haben – und 95 % waren anderer Ansicht und geben jetzt klein bei. Nicht freiwillig natürlich. Zwangsweise. Vorher undenkbare Themen wie die „kostenfreie Mitversicherung“ bei gesetzlich Versicherten werden jetzt laut geäußert.

Mathematik ist nicht grausam.

Spektakuläre Unkenntnis volkswirtschaftlicher Banalitäten kann grausam sein. Die Produktivität der deutschen Wirtschaft, 30 % Transferleistungsempfänger dauerhaft zu finanzieren, ist einfach nicht da. Es ist nicht immer ein Schaden, manchmal vom Ende her zu denken. Man kann es auch einfach erklären: Eine deutsche Familie kann vielleicht eine Person ernähren und kurzzeitig unterbringen. Dauerhaft wird es schwierig, auf jeden Fall für die meisten. Und volkswirtschaftlich gesehen ist die Frage, warum der Staat das können sollte, wenn noch Verwaltungskosten dazukommen. Das kann nicht gehen. Es ist letztlich vollkommen unrealistisch und in meinen Augen etwas unredlich, das zu suggerieren. Ich empfehle die Lektüre des Heftes des „Bundes der Steuerzahler“. Leider ist der Bund in meinen Augen sehr nahe am „Bundespresseball“, es genügt aber die Lektüre der ersten Seite mit der Statistik der Staatsschulden und des Zuwachses. Das ist einfach die Realität, da kann man fünf Minuten, eine Viertelstunde, eine Stunde, acht Stunden, eine Woche dazu etwas sagen. Es gibt hinter den nackten Zahlen keine weitere Realität.

Bei manchen dauert es nur länger, bis sich ihre Wege mit der Realität kreuzen. Bei manchen ist auch eine gewisse Inkongruenz oder Inadäquatheit ihrer Abbilder (in Anlehnung an Husserl, Perzeption und Apperzeption) mit der Realität zu sehen, vielleicht flankiert mit einer gewissen kognitiven Limitation, diese Leistung überhaupt zu erbringen – was aber oftmals nicht mit einer Limitation einer lautstarken Vekündigungsleistung eigener Befindlichkeiten aus der Bauchnabelperspektive einhergeht. Muß es auch nicht. Es hat sich bewährt, mit diesem Milieu in einer Diskussion nicht weiter einzugehen, dem Milieu nachzugeben mit „Sie haben mich überzeugt, Sie haben Recht“ und dann seiner Wege zu ziehen und seinen Geschäften nachzugehen.

Seite 14, „Der neue Sicherheitsdienst für Satelliten / Münchner Start-Up holt sich den Auftrag“. Vyoma. Beobachten. Klingt an sich gut.

Seite 20, „Auto & Motor“. Ich wundere mich immer wieder, wie teuer Motorräder geworden sind.

Seite 23, ein sehr schönes Leserfoto, eine rote Felsenkrabbe. Hut ab!

Seite 26, „Was hat er mit Venedig vor?“. Die Pläne des neuen Bürgermeisters. Venedig ist wunderschön und ich denke, man muß es einmal im Leben gesehen haben. Meine Empfehlung wäre, daß die Stadt einfach damit leben muß und Wege finden muß und sich mit dieser Identität abfinden muß. Vor einigen Wochen war ich dort, es stehen viele Geschäfte leer. Das sollte nicht sein. Sauber ist die Stadt aber. Die Kirchen waren teilweise zu.

Seite 27, „Und jetzt bitte: WM-Stimmung“ und die Behauptung „Nur 38 Prozent freuen sich auf Nagelsmann & Co.“. Zu den Miesepetern kann ich nur sagen: Lieber Sport als sich die Köpfe einschlagen. Und: Alle Panini-Bilder (ich war heute beim Edeka, beim Rewe und beim Lidl) sind ausverkauft! Grrrr!

Zum Fußball noch: In meinen Augen ist es bezeichnend, daß der VfL Wolfsburg abgestiegen ist. Als Aussage der deutschen Industrie. Wer erinnert sich noch an Bayer Uerdingen?

Seite 28, „So will Eberl seinen Job retten“. Ich denke mir: Seit sechs Jahren wieder Double, Hut ab! Vielen Dank! Andere Mütter haben auch schöne Töchter! Vincent Kompany ist in meinen Augen zur Zeit der beste Trainer der Welt, auch wenn er in meinen Augen mehr auf die gelben Karten achten könnte. Für sich und das war in meinen Augen die große Lehre aus dem „Finale dahoam“.

Seite 30, ’60 versinkt im Chaos: Ismaik kündigt Darlehensvertrag / „Bei uns brennt die Hütte“‚. Mei, das war irgendwie mit Ansage. 1860 sollte in meinen Augen zwei Dinge tun: 1) 1933 bis 1945 aufarbeiten. 2) Sich für die Beckenbauer-Watschn entschuldigen. Und dann nach vorne schauen, das Arena-Schicksal ist furchtbar und die Winklmoser-Entfremdung auch. Hier muß mehr Seriosität hinein. Dann findet sich ein Zusammenschluß reicher Münchner und vielleicht auch BMW als Sponsor. Viele 60er Fans, die ich kenne, fahren BMW! München ist groß genug für zwei große Vereine, wie London oder Paris. Auf geht’s, 60! Ich helfe gerne mit, wenn sich ein Team fände!

„Heinrich heute“ könnte von mir sein. Hut ab und auf! Ab jetzt beginnt die Vorplanung. 104 Spiele. Läuft. Yeah! Ordensreihe-Bingo bitte für Heinrich! Er hätten noch klar machen müssen, daß jede Diskussion, auch nur ansatzweise, obsolet ist. 104 sind 104. 2*2*2*13, Primfaktorenzerlegung. Vorher üben. Schule vorarbeiten.

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