Laut dem „Wochenblatt“ vom 22.8.2026 (Nr. 34 / 2026), Seite 1, wurden zumindest der „Neptunbrunnen und Kaskaden wieder“ aufgedreht. Der Kaskadenbrunnen ist wohl an der Münchner Freiheit.
Laut Artikel wurde seit 1.7. „der Wasserverbrauch der städtischen Brunnen kurzfristig um über 40 Prozent reduziert“.
Nun, ich habe schon oft geschrieben, was ich dazu denke.
Brunnen haben meiner Meinung nach nicht nur eine Funktion der Zierde.
Die Wasserläufe, z.B. beim Nymphenburger Schloß, und auch die Wasserspiele, wurden angelegt auch für den Sommer. Ich denke, damit die Hitze erträglicher ist. Meiner Meinung bestand dieses Bedürfnis schon früher.
Daß also die Stadt München also gerade im Hochsommer die Brunnen abgedreht hat, kann ich vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehen. Ganz im Gegenteil, man müßte die Brunnen durchlaufen lassen – denn offenbar laufen sie auch nur von 8 bis 22 Uhr.
Wenn ich am Mittwoch Abend von der Chorprobe aus dem Würmtal Richtung Stadtmitte fahre, weiß ich: Es sind drei Grad Temperaturunterschied.
Während der „Corona“-Zeit wurden viele Bäume wegen des Verlegens von „Fernwärme-Heizungen“ oder „Fernkälte-Leitungen“ abgeholzt.
Für mich ist diese Politik nicht mehr nachvollziehbar.
Aber immerhin: Seit Jahren predige ich: Bitte keine Bäume mehr abholzen in der Stadt, aus welchem noch so gut gemeinten Grund auch immer. Es dauert Jahre, bis ein Baum wieder wächst.
Nun, so langsam, scheint man auf meine Linie einzuschwenken. Das ist gut. Aber die Vergangenheit läßt sich nicht mehr ändern.
Laut dem „Wochenblatt“ vom 14.8.2026 (Nr. 33 / 2026), Seite 4, „Grüne Schirme testen“, sollen jetzt „Ecotrii“-Bäume, eine Art künstlicher Baum, mit Begrünung getestet werden oder werden sogar schon getestet.
Also, zwanzig Jahre lang betoniert man alles zu, fast jeder Hinterhof wird „nachverdichtet“, große Flächen wie das Gelände des ESV-München Ost in Berg am Laim oder Bahnanlagen vom Hauptbahnhof nach Pasing werden zuplaniert und jetzt merkt man, man braucht ja auch Bäume. „fefe“ hätte gesagt: „kann man sich nicht ausdenken“. Ich sehe es positiv: Seit 20 Jahren sage ich, ihr müßt euch überlegen, was ihr wollt. Alles gemeinsam geht nicht. Da Abholzen der Bäume halte ich für einen Fehler. Jeder, der zu mir sagt „Wo sannan de Spatzn bliem in Micha?“ schaue ich nur noch mitleidig an und betrauere es mit ihm. Helfen kann man ihm nicht mehr.