Mir liegt folgendes Buch vor: J.M. Coetzee: Schande, Fischer, 3. Auflage, 2003, Frankfurt/Main, Paperback, deutsch, ISBN 3-596-15098-1 285.
Ein Universitätsprofessor für alte Literatur, Byron-Fan, zweifach geschieden, eine Tochter, verführt Studentinnen.
12. Kapitel: „Ettinger ist ein mürrischer Alter, der Englisch mit stark deutschem Akzent spricht. Seine Frau ist tot, seine Kinder sind nach Deutschland zurückgekehrt, nur er ist in Afrika geblieben“.
Seite 135, das erste Mal, daß seine Tochter Lucy vergewaltigt wurde oder sein könnte.
13. Kapitel, S. 138
S. 141, „Lucys Geheimnis, seine Schande“.
Seite 145, Auseinandersetzung mit Südafrika.
14. Kapitel, S. 147
Warten, ob sie schwanger wurde.
Seite 170, Treffen der Vergewaltiger bei einem Fest.
Seite 172, Lucy schreit ihren Vater an: „Das ist mein Leben. Ich muß hier leben.“
Seite 195: „Nie hätte er sich träumen lassen, mit einer Bev zu schlafen.“
Seite 196, er zitiert ein zweites Mal Emma Bovary.
Seite 200, das Auto ist in Port Elizabeth gefunden worden. Da war ich auch schon…
Seite 203, Lucy: „Es war so persönlich“ sagt sie. „Es geschah mit so viel persönlichem Haß. Das hat mich mehr als alles andere mitgenommen. Der Rest war … wie erwartet. Aber warum haßten sie mich so? Sie hatten mich nie zuvor gesehen“.
Wenn man so will, die stärkste Stelle in dem Buch.
19. Kapitel, S. 213
Er besucht Mr. Isaac, den Vater von Melanie, aufgrund der Affäre er die Universität verlassen mußte.
Seltsamerweise lädt er ihn zu sich nach Hause ein. Dieses Kapitel verstehe ich nicht. Es wirkt das erste Mal komplett skurril.
20. Kapitel, S. 228
S. 229, sein Haus in Kapstadt wurde ausgeräumt in seiner Abwesenheit.
21. Kapitel, S. 244
S. 254, er bezahlt wieder einmal eine Frau, „Sie ist jünger, als sie unter den Straßenlaternen gewirkt hat, jünger noch als Melanie“.
Oh mein Gott. Es wird mit jeder Seite schwerer, im Buch weiterzublättern. Es ist etwas eindimensional.
22. Kapitel, S. 255
S. 256, Lucy ist von der Vergewaltigung schwanger.
S. 262, der Nachbar, „Petrus“, kennt offenbar einen der Vergewaltiger, ein Bruder seiner Frau. Er will jetzt Lucy heiraten.
S. 263, „Eine Frau muß verheiratet sein.“, sagt Petrus.
S. 267, 23. Kapitel
Ein Rückblickskapitel. Pollux spannt durchs Fenster, der Vater beschimpft ihn als Schwein und schlägt ihn und hetzt einen Hund auf ihn.
Das ist also die Vorgeschichte.
Also, wer so lange durchgehalten hat.
Das Buch ist damit Teil der „woke“-Welle.
24. Kapitel, S. 276
Das Buch erinnert sehr an Houlbeq. Hier verkehrt ebenso ein Universitätsprofessor mit Studentinnen.