Bei einem Kunden war „während ich an der Excel-Datei gearbeitet“ habe auf einmal die Lizenz ungültig geworden. Offenbar hat Microsoft ein Angebot zurückgezogen, nachdem gemeinnützige Vereine „Office 365“ ohne Kosten verwenden dürfen. Das war ein großzügiges Angebot, insofern keinerlei Kritik, ganz im Gegenteil: Vielen Dank für die langen Jahre der kostenfreien Nutzung.
Es habe laut Kunde auch keine Vorwarnung gegeben, das kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen.
Eine Rückfrage beim damaligen Lizenz-Mittelsmann ergab „ist nie über uns bestellt worden“. Kann ich mir auch nicht vorstellen, wahrscheinlich ist es schon über zehn Jahre her, es gab evtl. einen Umzug der Datenbank der Kundenverwaltung und die „alten Fälle“ wurden nicht sauber migriert. Das habe ich schon oft erlebt. Es hat mich schon immer gewundert, daß bei einer Migration – aus welchem Grund auch immer – die alten Daten oft nicht sauber migriert werden.
Nun denn.
In erster Linie soll es hier um die Lizenz gehen. Fakt ist, man muß eine neue kostenpflichtige Lizenz kaufen. Hier die Schritte:
- der Verein muß die Gemeinnützigkeit nachweisen (über ein eigenes Microsoft-Portal, eine Sache für sich, auch mit Tücken, aber es geht).
- man braucht einen Microsoft-Partner (ich in diesem Fall)
- man braucht Hilfe vom Distributor: Die Lizenz heißt z.B. „Microsoft 365 Business Standard (Non-Profit Pricing) (NCE NFP ANN)“. „ANN“ bedeutet jährliche Zahlung, es gäbe auch die gleiche Lizenz mit monatlicher Zahlweise. Es gibt eine in meinen Augen unüberschaubare Vielzahl von Lizenzen.
- Wenn man diese in den Warenkorb legt, geht der Kauf nicht gleich durch, man muß erst eine Verknüpfung mit dem Kunden herstellen.
- Dann – ganz wichtig – muß man sich bei dem Kunden-Office-365-Admin-Account einwählen und diese Verknüpfung bestätigen.
- Dann kann man die Lizenz beim Distributor kaufen. Die Kundendaten müssen auch angegeben werden. Die Tenant-ID muß bekannt sein – sonst sind die „OneDrive“-Daten weg. Auf die kann man übrigens bei abgelaufener Lizenz nicht zugreifen.
- Wieder in der Microsoft-Cloud-Admin-Konsole muß man dem Kunden-Admin-Account die Rolle „Lizenzadministrator“ zuweisen.
- Dann kann man die Lizenzen wieder unter „https://admin.cloud.microsoft/“ den entsprechenden Benutzer zuweisen. Achtung: Dies funktioniert nicht unter Linux und „Firefox“. Ich habe es mehrfach versucht. Unter Windows funktioniert es sofort (anklicken im Kästchen und „Anwenden“).
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