Die „tz“ ist eine Zeitung, die vorwiegend aus dem Münchner Raum berichtet.

Sie hat die Domain-Endung „tz.de“.

Der Titel dieser Ausgabe ist „Neue Serie / Gut & günstig shoppen / tz-Reporter verraten ihre Geheimt-Tipps für München“.

Außerdem auf der Titelseite: „Der zweite Test von Isar Aerospace in Norwegen ist ist an einem Fischer gescheitert. Skipper Olafur Einarsson hatte mit seinem Boot die Sicherheitszone um den Weltraumbahnhof Andoya nicht rechtzeitig verlassen […].

Auf Seite 2: „Klingbeil macht auf Schröder“. Äh, da denkt man sich schon als Leser: Hat Schröder auch derart hohe neue Schulden äh „Sondervermögen“ gemacht? Liest man sich den Artikel durch, wird nicht deutlich, wo gespart werden soll. Immerhin kommt dies aber in einer Kommentarspalte auch als Argument.

Weiter auf der Seite: „G7-Gipfel in Frankreich: Südafrika ausgeladen“.

Seite 3, „ChaOstern auf der Stammstrecke“ und „U3/U6: Nächster Halt Baustelle“. Gut. Hier wird nichts beschönigt, aber auch nichts überdramatisiert. Jeder mit „Insider“-Informationen – die im Prinzip inzwischen öffentlich zugänglich sein dürften – weiß um die tieferen Gründe.

Auch auf Seite 3: „Jetzt gibt’s das amtliche Ergebnis“ – 56,3 % für Dominik Krause (Grüne), 43,7 % für Dieter Reiter (SPD). Immerhin, möchte man sagen. 486367 Wahlberechtigte habe es gegeben, „die Wahlbeteiligung lag damit bei 44,5 Prozent“. Nun, kann man das so einfach sagen? Die Anzahl der ungültigen Stimmen oder ungültig gemachten Stimmen wurde nicht angegeben und meine Vermutung ist, daß diese noch nie so hoch waren wie bei dieser Wahl (aber ich habe mich noch nicht damit beschäftigt).

Seite 4, der Titel, „Günstig steht uns gut!“ mit Tipps zum Einkaufen (Second Hand, Backwaren vom Vortag, Supermarkt ohne Plastik, brauchbares vom Wertstoffhof).

Seite 5 eine ganzseitige Anzeige von „Norma“.

Seite 6 ungewöhnlich: „Woher stammt diese Beute?“ mit dem Foto einer Spinnenbrosche.

Außerdem „Hauptbahnhof: Polizei überwacht Messerverbot“. Für mich war das übrigens einer der Punkte, der mich zu einer Rückabwicklung von „2015“, und zwar komplett, gebracht hat. Die anderen Gründe habe ich an anderer Stelle bereits breit ausgeführt. Aber daß ich mein „Schweizer Taschenmesser“ nicht mehr mitnehmen darf, wenn ich mit der Bahn in die Berge fahren will: Hier endet meine Toleranz. Und zwar absolut. Ich bin in München geboren und ich sage: Ich komme gut ohne die aus, die das zu verantworten hatten und haben.

Auch auf dieser Seite: „Maskenbande überfällt Transport-Firma“: „Filmreifer Raub in Kirchheim – Täter stürmen Unternehmen und erbeuten Pakete“. Man hört verdächtig wenig in diesem Fall. Ich bin gespannt, was die Polizei hier noch herausfinden wird.

Seite 7, „Operation Neustart“: „Alte Akademie: Investoren planen bis 2029 „attraktives Quartier“. Ehrlich gesagt, das war einer der Gründe, warum ich mir dachte, die SPD ist überfordert gewesen. Das hätte die Stadt so nie hinnehmen dürfen – meiner Meinung nach. Aber offenbar haben die Gesetze nicht gereicht, hier durchzugreifen. Auch ein Grund, warum München in den letzten Jahren – seit 2015 – an Schönheit und Attraktivität verloren hat.

Ich kann mir nicht vorstellen übrigens, daß die „offiziellen“ Touristenzahlen stimmen. Nach meinen Schätzungen müßte die Zahl der Touristen in den großen deutschen Städten erheblich abgenommen haben. Aber ich lese darüber absolut nichts. Der einzige, der hier etwas dazu geschrieben hat, bin ich. Wenn ich dies vergleiche mit den Touristen, die ich in Rom, Florenz, Venedig gesehen habe, oder auch Kopenhagen, Las Vegas, Paris und London – mich verblüfft das.

Auf den nächsten Seiten einige Artikel, die mich an der „rein redaktionellen Auswahl“ etwas zweifeln lassen: „Google spendet 30 Bäume für den Arnulfpark“, „Katharina Inselkammer öffnet Inklusionslokal“, „Wirbel um Garagentor in Rottach-Egern“, „An der A8 steppen jetzt die Beeren“. Aber vielleicht täusche ich mich auch.

Ein Artikel in eigener Sache, „Willkommen in der tz-Redaktion“, S. 10.

Seite 16, „Führerschein-Stau beim KVR – Münchner sauer“, „Über ein Jahr hat Andreas K. auf seinen neuen Karten-Führerschein gewartet“. Tja.

Außerdem auf der Seite „Neue MVG-Ticketpreise“, „Ende März werden die Streifenkarten zum alten Tarif ungültig“. Tja.

Seite 18, „Collien Fernandes: Neue Vorwürfe gegen Ex-Mann Christian Ulmen“. Ich habe an andere Stelle schon ausführlich geschrieben, wie ich dazu denke.

Seite 19, „Jules-Verne-Serie „Nautilus“ kostete 200 Millionen Euro“. Bei dem Text kommt die entscheidende Information am Schluß – die man sich aus „wikipedia.de“ genauer anlesen muß, daß nämlich der ursprüngliche Produzent die Serie wohl abgelehnt hat und das ZDF – also der GEZ-Zwangszahler – sich jetzt an den Kosten beteiligt. Oder „ergattert“ hat. Äh.

Man fragt sich: Warum wird das nicht ausgestrahlt, wenn es schon komplett produziert wurde? Hat es rechtliche oder steuerliche Hintergründe?

Auf Seite 20, links unten, ganz klein, „EU-Parlament stimmt für Abschiebe-Zentren“. Hier der – in meinen Augen komplette Offenbarungseid der EU-Zuwanderungspolitik – „Abschiebezentren in Ländern außerhalb der EU erlaubt“. Das wird gigantische Kosten produzieren. Meine These ist seit langem, daß jeder Zuwanderer – alles in allem – eine Million Euro an Kosten verursacht, die Produktivität der EU dafür nicht ausreicht und netto immer weiter Schulden aufgenommen werden müssen. Zudem kostet die Zuwanderung derart viel „Management“-Kapazität, daß sich zu viele Politiker, Bürokraten und sonstigen Verwalter mit diesem Thema beschäftigen müssen, so daß einfach niemand mehr darüber nachdenkt, warum Europa ich glaube acht Raketenstarts hatte letztes Jahr, die USA 190 und der Rest der Welt 170. Es ist mir zu mühsam, das jetzt genau zu recherchieren, aber ich habe es in einem Beitrag erst vor einigen Wochen gelesen.

Dann aber – stark – links oben unter der Rubrik „Pistorius: Bundeswehr soll Frieden im Iran absichern“. Da fragt man sich, wer macht bei der „tz“ eigentlich die Überschriften? Die Autoren? Eine KI? Hier wäre „Pistorius: Kritik am Iran-Krieg“ oder „Pistorius zum Iran-Krieg: Keine Exit-Strategie“ angesagt gewesen. Das wird nämlich alles in dem Artikel wiedergegeben und ich denke schon seit einiger Zeit, daß B.P. heraussticht in diesem Kabinett von F.M., eigentlich sollte er Außenminister sein. Deutschland braucht einen guten Außenminister, seit Genscher und Kinkel sieht es auf diesem Ressort düster aus. Das schreibe ich als großer Fan von Gustav Stresemann. Hiermit schlage ich Boris Pistorius als Außenminister vor, auf daß er auch das Deutsch-Französische Verhältnis wieder zur Chefsache macht.

Seite 21 dann unter der Rubrik „Geld+Markt“ eine überregionale Nachricht: „Geht im April der Sprit aus?“ mit einem Foto einer „Aral“-Tankstelle, Diesel: 223,9; Super E10: 209,9; Super: 215,9; ultimate 102: 247,9; ultimate Diesel: 252,9; Erdgas: 150,9. Das Foto ist offenbar „Gabbert/DPA“ und nicht klar, ob es in München aufgenommen wurde.

In dem Artikel ist folgendes zu lesen:

Die aktuelle Situation sei mit der Krisenlage 2022 nicht zu vergleichen, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. „Damals hat Russland quasi über Nacht die Versorgung eingestellt, Deutschland war zu einem großen Teil abhängig von russischem Gas. Das hatte auch Auswirkungen auf die gesamte Energieversorgung.“

Es ist kaum zu glauben, aber wenn man obiges Zitat mit „Stimmt die Aussage“ eingibt, kommt:

  • grok.com – die Aussage würde stimmen. Auf die Nachfrage kommt „Keine Antwort“.
  • chatgpt.com – erst auf die Nachfrage wird zugestanden, daß die EU vorher Sanktionen gegen Russland erlassen hat und 2) die Pipeline gesprengt wurde, angeblich bis heute „unbekannt von wem“.
  • claude.ai – die Pipeline-Sprengung wurde nicht erwähnt.

Die Nachfrage war: „Warum hat Rußland ab Sommer 2022 die Gas-Lieferung reduziert?“

Meine endgültige Nachfrage war: „Und war es nicht so, daß vorher die deutsche Regierung die Pipeline technisch nicht abgenommen hatte?“

Erst dann rückt die KI mit der Wahrheit heraus, daß nämlich die Schuld eher auf der deutschen Seite zu suchen ist. Deutschland hatte „Nordstream II“ nie zertifiziert (hier ist in meinen Augen noch erheblicher Forschungsbedarf notwendig, das muß später geklärt werden, unter der aktuellen Regierung erwarte ich mir hier noch nichts). Ob die Turbine aufgrund der Sanktionen nicht aus der Wartung zurückkam, ist in meinen Augen auch eindeutig empirisch belegt, Kanada hat die Turbine nicht ausgeliefert.

Die Rückfrage hierzu war: „War es nicht so, daß die Turbine aufgrund der Sanktionen nicht freigegeben wurde?“

Erst dann liefert die KI die richtige Antwort.

Das ist auch der Grund, warum ich diese Zeitungsausgabe bespreche: Uninformierte Leser – oder Leser mit wenig IT-Know-How und Medienkompetenz – denken, die Aussage ist so, wie sie in der Zeitung steht und vom Wirtschaftsministerium offenbar wiedergegeben wurde, richtig.

In meinen Augen: Die Aussage ist so definitiv falsch. Nicht glatt gelogen, das würde ich nicht sagen. Ich schätze den Anteil der Bürger, die das notwendige Hintergrundwissen haben, derartige Aussagen korrekt einzuordnen, auf nicht mehr als 10 % ein.

Aber jeder kann – wenn er will – sich entsprechend informieren. Aufgrund eines Kundenauftrags hatte ich mich damals in die Materie eingearbeitet und für mich ist es nach meinem aktuellen Kenntnisstand eindeutig, daß Kanada die von „Siemens Energy“ gewartete Turbine (ich glaube, es gab sogar einen entsprechenden Wartungsvertrag) zurückbehielt. Die „Schuld“ wäre also sozusagen eher beim Westen zu suchen. Ob sich Deutschland für eine Ausnahme bezüglich der Turbinenwartung von den Sanktionen eingesetzt hat, ist für mich nie hinreichend belegt worden. Hier wäre ich für belastbare Belege aus der Leserschaft dankbar.

Auf der Seite auch ein Artikel „Neuer Laden mit Spielen“, im ehemaligen Laden von „Jeans Kaltenbach“, Herzogspitalstr. 4, „Konsolenkost“. Es lohnt sich, die Gründe für die Schließung (bereits im Jahr 2023) noch einmal nachzulesen. Damals ging es schon abwärts, jetzt befindet sich Deutschland nach meiner Einschätzung im freien Fall – und ein Grund ist, daß die Leitungsebene den Ernst der Lage nach wie vor nicht erkannt hat.

Seite 22, Traueranzeigen, auch aus den Landkreisen. Auffällig ist eine Altenpflegerin, Jana S., mit 49 Jahren und eine 61-jährige, Antonin S. Ansonsten durften viele sehr alt werden, 80er, 90er, Maximum 100 Jahre, Erna G.

Seite 24 und 25, „Rätsel und Comic“, sehr schön gestaltet.

Auf Seite 26 dann das übliche „Trump-Bashing“, aber nicht wegen der offenbar 100 getöteten iranischen Schulmädchen, sondern: „Kontroll-Chaos an Trumps Flughäfen“: „[…] Kilometerlange Warteschlangen vor den Sicherheitsschleusen […]“. Im Text steht immerhin – nach meiner Einschätzung korrekt – daß die „US-Demokraten“ die Zustimmung zu einem Haushaltsgesetz seit 41 Tagen verweigern. Auch ein Hinweis, was werden soll bei der WM, fehlt nicht. Also Fazit: Der Text ist gut und korrekt, alles super. Aber die Überschrift – ich kann mir nicht vorstellen, daß der Autor des Texts diese Überschrift so mitgeliefert hatte. Hier wäre ich über einen Hinweis dankbar von jemand, der dies genauer weiß und bestätigen könnte.

Der Artikel „Selbstbestimmung oder Selbstmord?“ über „Noelie (25) aus Spanien erhält Sterbehilfe“ ist furchtbar. Der Artikel ist an sich inhaltlich auch korrekt. Es fehlt aber der Hinweis, wer die Ausführenden der Gruppenvergewaltigung waren und wie sie in diese Situation überhaupt gekommen ist. Ich selbst habe lange recherchieren müssen, um dies herauszufinden – und kann es bei dem aktuellen Stand der Meinungsfreiheit in Deutschland nur noch auf meinem US-Substack veröffentlichen.

Erst wenn man schreibt „Ich habe keine Toleranz für diese Art von Toleranz“ rudert die KI zurück (zumindest claude.ai). Es ist wirklich spannend zu beobachten: Erst dann, wenn man selbst eine klare rote Linie gezogen hat, hört das Lavieren der KI auf, dieses unsägliche Relativieren, das ewige „Ja, aber“. Es gibt eben Beispiele, die keine Einzelfälle sind und im Falle von England – das hatte ich auch schon angeboten, aber bisher kam kein Auftrag – müßten Soziologen von außen Rotherham etc. aufarbeiten und letztlich auch die Verantwortlichen klar benennen und der Justiz zuführen.

Seite 27, Sport, „Ein Hoch auf König Neuer“, zum 40.

Seite 30, auch etwas zu 1860.

Ein Beileger, „Beruf und Karriere“.

Resumé: Es sind sehr wenige Anzeigen vorhanden. Die Zeitung ist eher lokal als international. Ich habe keinen Rechtschreibfehler gefunden. Die Sprache ist gut. Die Karikatur fehlt – die würde ich wieder einführen, mein Vorschlag wäre, bei Herrn Haitzinger für eine wöchentliche Karikatur anzufragen. Die Zeitung könnte mehr Kante zeigen, die Baustellen in München haben ein unerträgliches Ausmaß angenommen meiner Meinung nach. Wenn ich der Oberbürgermeister wäre: Keine Baustelle länger als drei Tage. So etwas wie beim Hauptbahnhof würde ich überhaupt nicht genehmigen. Baustellen müssen so gestaltet sein, daß die Geschäfte und die Selbständigen nicht daran pleitegehen. Das ist nicht nur ein Münchner Problem, man kann es auch in den Gemeinden beobachten, ich schreibe jetzt extra nicht, welche ich im Sinn habe. Es kann im Grunde nicht sein, daß vor kurzem beim U-Bahnhof Goetheplatz ewig gesperrt war wegen einer Weiche und jetzt ewig gesperrt sein soll wegen etwas anderem. Es muß einer den Hut aufhaben, jemand mit Überblick muß das Baureferat leiten und das alles koordinieren. Das Sendlinger Tor war früher mein Beispiel für eine Top-Ampelschaltung und an alle wurde gedacht. Jetzt ist völlig klar, daß jemand komplett überfordert war bei der Planung und nicht an den Fahrradverkehr gedacht hat, wenn man aus der Thalkirchner Straße kommt. Man kann sich nur noch kaputtlachen, auch über den Rückbau der Fahrradwege in der Tumblinger Straße. Eine Münchner Zeitung darf da schon darauf hinweisen. Ich lese auch nichts von der Spritzenproblematik auf den Spielplätzen, der zunehmenden Vermüllung der Stadt (ich bin gerade in Italien, hier ist es inzwischen wesentlich sauberer als in München), den vielen Obdachlosen, und den Glasscherben auf den Wegen und den vielen Alkoholika-Flaschen, die teilweise nicht restentleert auch auf Schulwegen zu finden sind. Ich würde auch Münchner zu Wort kommen lassen oder eine Rubrik „Wo hakt’s in München?“ einführen und dann drei Beispiele pro Tag abdrucken. Es kommen „interessante“ Zeiten auf uns zu und ich würde mein Personal in Leitungspositionen jetzt schon darauf ausrichten.

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