Bei der Frage, welche Filme man mit jungen Erwachsenen anschauen kann, scheiden sich die Geister.
Meine Kriterien sind: Wenig „erhobener Zeigefinger“, keine „Grusel“-Szenen, keine Morde oder Tötungen oder überhaupt Tote, auch z.B. tote Tiere – bei „Harry Potter“ Band I habe ich mit dem Vorlesen aufgehört, als die Einhörner getötet wurden. Da frage ich mich immer, muß das sein?
Ja, ich weiß, der Tod gehört zum Leben. Aber das erfährt jeder früh genug.
Egal, es war also der Auftrag, Filme herauszusuchen für Kinder, ohne „CO2“-Problematik, Umweltzerstörung, ohne „Woke“ und „DEI“ und Proporz-Heldentum.
Somit wurde vorgeschlagen, ich solle mir noch einmal die drei „Zurück in die Zukunft“-Filme vornehmen.
Kurz zur Handlung, wer sie nicht kennt. Ein „verrückter“ „Doc“ (Daniel Düsentrieb-Style) erfindet eine Zeitmaschine und „Marty“ (Martin McFly) wird mit der Zeitmaschine auf Zeitreisen geschickt. In den Teilen in die Zukunft, wieder zurück etc.
Eine große Rolle spielt das Fahrzeug, ein „DeLorean“. Auf der Theresienwiese habe ich einmal eine „DeLorean“-Convention gesehen, schon sehr beeindruckend. Ich glaube nicht, daß es neben der „Knight Rider“-Szene eine ähnlich lebhafte Fan-Auto-Szene gibt. Absolut beeindruckent. „Kult“ hätte man früher gesagt.
Der erste Teil, „Zurück in die Zukunft I“
Er begründete den Mythos. Mehr oder weniger ein „Muß“.
Der „Flux-Kompensator“ (eigentlich hätte es „Kondensator“ heißen müssen, aber egal) spielt auch in der Alltagssprache eine Rolle.
Der zweite Teil, „Zurück in die Zukunft II“
Der zweite Teil fällt in meinen Augen etwas ab. Er wirkt bemüht. Es fehlt die Leichtigkeit der beiden anderen Teile. Es gibt auch kaum gute Witze oder hintergründigen Humor.
Der dritte Teil, „Zurück in die Zukunft III“
Beim dritten Teil fällt auf, wie gut die Kamera und die schauspielerische Leistung ist.
Er gefällt mir neben dem ersten Teil am besten.
Und er hat mehrere bedeutsame Aussagen, vor allem für die jüngere Zielgruppe. Man sollte immer souverän sein. Wenn ein Idiot etwas sagt, sollte man es als das nehmen, was es ist: Die Aussage eines Idioten. Man solle sich nicht von jedem Idioten provozieren lassen. Marty lernt vom Schicksal seines Vorfahren kennen, der Bruder vom Seamus, der sich provozieren hat lassen und umkam.
So kann Marty sozusagen aus der Zukunft äh Vergangenheit etwas lernen und läßt sich nicht zu einem Straßenrennen verführen, was ihm das Leben wohl rettet.
Eine starke Nachricht! Meine Empfehlung wäre somit:
- Den ersten Teil anschauen
- Den dritten Teil anschauen
Und danach, wie immer in der Medienpädagogik, unmittelbar nach dem Anschauen mit den Kindern darüber sprechen und dann auch noch einmal in den Tagen danach.