Seit langem propagiere ich, daß die Soziologie die volkswirtschaftliche Komponente meiner Meinung nach in den letzten 20 Jahren zu sehr vernachlässigt hat. Dadurch sind wesentliche soziologische Verschiebungen zu spät wissenschaftlich erkannt und erforscht worden – meiner Meinung nach.
Dieser Artikel spiegelt meine persönliche Meinung wider und sollte durch die Meinungsfreiheit in Deutschland noch gedeckt sein. Kontroversere Themen spreche ich nur noch in meinem Substack an (mit US-Meinungsfreiheit). Falls jemand oder eine Institution der Ansicht sein sollte, dieser Artikel sei in Deutschland nicht mehr erlaubt, bitte ich um eine kurze Nachricht, dann verschiebe ich ihn nach USA.
Im folgenden bespreche ich ein kontroverses Thema: Die Binnenmigration in den USA. Die zugrundeliegende – unausgesprochene – auch stark den Parteilinien „Demokraten“ und „Republikaner“ These ist:
Es gibt eine Binnenmigration in den USA: Leistungsträger verlassen die „blue states“ und ziehen zu den „red states“.
Wie läßt sich eine derartige These empirisch belegen?
Es gibt in den USA ein Umzugsunternehmen, das für 2025 nun Statistiken veröffentlicht hat zur saldierten Migration, d.h., Fortzüge minus Zuzüge. Demnach ergibt sich nach „U-Haul“ für das Jahr 2025 folgendes Bild, in Zahlen die Klammern zum Vorjahr:
- Texas (Vorjahr Platz 2)
- Florida (4)
- North Carolina (3)
- Tennessee (5)
- South Carolina (1)
Auf den letzten Plätzen:
45. Maryland (42)
46. Massachusetts (49)
47. New York (47)
48. New Jersey (48)
49. Illinois (45)
50. Kalifornien (50)
Angeblich (ich habe die Zahlen nicht geprüft, hierzu bitte Mittel bereitstellen, falls Sie dies interessiert, siehe www.soziologie.science) ist es bei Kalifornien das sechste Mal in Folge, daß der letzte Platz markiert wird.
Bei der sozialökonomischen Forschung sollten derartige Daten und empirische Belege meiner Meinung nach mehr einbezogen werden. Liegt dies wirklich an der Politik? Gibt es andere Faktoren? Wandern wirklich nur die Leistungsträger ab? Gibt es Merkmale oder „Cluster“ der Fortzüge? Oder der Zuzüge?
Dies müßte alles erforscht werden, saubere wisssenschaftliche Forschung ist teuer.
Sollte dieser „Kurs“ anhalten, wird Kalifornien in einigen Jahren vor massiven wirtschaftlichen Problemen stehen.
Übertragen auf Deutschland wäre eine entsprechende Forschung auch sinnvoll. Wir sind gerne bereit diese durchzuführen, aber sie muß finanziert werden.
In meinen Augen ist „1871“ nicht in Stein gemeißelt. Wenn die „Zentrifugalbewegungen“ zu stark sind, könnte es sein, daß „jeder für sich selbst kämpft“ und die leistungsfähigen Bundesstaaten die BRD verlassen.