[noch einmal der ausdrückliche Hinweis: Keiner meiner Texte darf kommerziell verwendet werden, in irgend einer Form, insbesondere nicht durch „KI-Training“ – Dr. Hinner]
Das Titelthema ist für das „Handelsblatt“ ungewöhnlich reißerisch: ‚“Es muss schnell gehen“, mit der Unterzeile ‚Unionsfraktionschef Spahn erklärt Wirtschaftswachstum zur „Schicksalsfrage unserer Nation“. Investoren will er mit Steueranreizen nach Deutschland holen‘.
Auf Seite 3 eine ganze Seite mit Werbung in eigener Sache, „How To Business“, „Kostenfreie Webinare“.
Auf Seite 4 gleich das Thema des Tages.
Es fällt auf, daß „Meta-Information“ fehlt: In einem kleinen Kasten wird erläutert: „Jens Spahn, 45, zog 2002 als jüngster Abgeordneter in den Bundestag ein […]“ und „[…] als 22-jähriger Spitzenkandidat in seinem Wahlkreis für die Bundestagswahl […]“. Es wird aber nicht klar, welcher Wahlkreis das eigentlich war.
Ich frage mich immer, warum erhält ein Interview mit Jens Spahn so viel Raum? Und als zweites frage ich mich, warum werden die „Corona-Maßnahmen“ nicht angesprochen? An seinen Entscheidungen in dieser Zeit müßte er sich doch messen lassen? Mir ist es immer rätselhaft geblieben, wie Menschen erwarten können, daß jemand, der bestimmte Entscheidungen getroffen hat, diese dann revidieren und Lösungen finden kann. Das ist in meinen Augen das Gegenteil von Demokratie. Ich halte es hier sehr mit Karl Popper, es kann ohne Blutvergießen einmal jemand anders gewählt werden, der es vielleicht besser macht.
Inhaltlich kommt wieder der Baustein „Jedes Kind soll fürs Alter am Kapitalmarkt vorsorgen können“. Sofort fallen einem hier die „T-Aktie“ ein – über alle Gerichtsprozesse hinweg wurde bestätigt, daß die damalige Bewertung in Ordnung war, nicht nachgebessert werden mußte, es keinen Schadenersatz für die Zeichner der dritten Tranche gab – und man möge sich bitte den Kursverlauf anschauen. Die „T-Aktie“ beobachte ich ganz genau (und frage mich auch, warum sie so fällt, aber das werde ich wohl eher in einem „Substack“-Artikel erläutern, aber damit sollte eigentlich jeder, der sich selbst dazu informiert, klar sein, daß dieser staatliche Ansatz auch scheitern kann, mit der „Kapitalmarkt-Vorsorge“. Auch gescheitert ist in meinen Augen die „Riester-Rente“. Man hört hierzu sehr wenig. Der Grundgedanke war gut. Es zeigt mir aber, daß Herr Spahn hier eine bestimmte Linie verfolgt.
Was mir auch nicht ganz klar ist bei dem Interview: Wenn die „Abschlüsse“ steigen, die Löhne also erhöht werden, wenn der Mindestlohn steigt, wenn die Energiekosten steigen (man sehe sich nur einmal den Strompreis an: Früher 10 Pfennig pro kWh, dann „Privatisierung“ mit der Aussage, „es würde billiger werden“ und jetzt dürfte Deutschland in der Spitzengruppe sein weltweit nach meinen Berechnungen), dann sollte doch eigentlich jedem mathematisch halbwegs talentierten doch klar sein, daß dann auch die Krankenversicherungskosten steigen werden? Wie will man dies dann entkoppeln? Zahnbehandlungen sollen privat getragen werden? Dann kommt genau das, was ich prophezeit habe: Die Entscheidungen für „2015“ sind volkswirtschaftlich nicht tragbar, die Produktivität ist einfach nicht da, die Rechnung wird kommen und der Wohlstand der Netto-Steuerzahler wird sinken.
Ein Satz ist aber erwähnenswert von J.Sp.: „Ich bin überzeugt: Hätte Gerhard Schröder 2005 die Nerven behalten und nicht vorzeitige Bundestagswahlen herbeigeführt, hätte er ein Jahr später gewonnen. Da waren die Erfolge seiner Reformen nämlich schon zu spüren“. Dazu kann ich nichts sagen, ich denke, er wäre trotzdem abgewählt worden, weil die SPD in einer tiefen Krise steckte (mit dem Verhalten von O.L. begann in meinen Augen die Krise der SPD, die auch eine Glaubwürdigkeits- und Verläßlichkeitskrise ist nach meinem Dafürhalten). Aber an sich halte ich G.Sch. für wirtschaftspolitisch den fähigsten Kanzler seit 1945. Leider wurde danach der Spielraum, den er geschaffen hatte, „verfrühstückt“. Ich habe meine Position hierzu schon an anderer Stelle ausführlich wiedergegeben.
Den nächsten Artikel mit „grünem“ Wasserstoff kann man sich in meinen Augen sparen. Meine Meinung zu Wasserstoff ist bekannt, zur „Hindenburg“ und zur „BMW-Brennstoffzelle“ habe ich ausführlich Stellung bezogen. Ich weiß nicht, ob die Wasserstoff-Züge schon wieder fahren. Das ganze könnte in meinen Augen ein „zweites Magdeburg“ werden. Eine gewisse Kenntnis der Technik, die man fördern will, sollte schon vorhanden sein. Interessant ist, daß in dem Artikel die Lage in Saudi-Arabien geschildert wird – allerdings recht nüchtern und sachlich. Das erste Mal, daß ich etwas in einem mehr oder weniger Mainstream-Medium dazu lese, auch zu „The Line“.
Daneben noch ein Artikel zu Atomwaffen, der gedanklich die Sachlage durchspielt.
Auf Seite 8, „Warnung vor Fernzugriff auf chinesische E-Autos“. Tja, auch dieser Artikel kommt zehn Jahre zu spät. Wenn ich für das Risiko-Controlling zuständig wäre in einer Firma, dürfte keiner der Mitarbeiter mit einem Fahrzeug kommen, das eine SIM-Karte verbaut hat. Aber das ist meine Meinung und ich bin Anhänger des „Zero-Zero-Trust“ Ansatzes, d.h., ich traue nicht einmal dem „Zero-Trust“. Das mag übertrieben sein, aber rein sachlich bin ich überzeugt, daß eine gewisse deutsche Überheblichkeit zur „Enigma“ und z.B. „Operation Mincemeat“ erheblich, wenn nicht entscheidend, zum Kriegsverlauf beigetragen hat (interessanterweise ist, wenn ich das fallenlasse, diese Thematik allen meinen deutschen Gesprächspartnern bisher unbekannt gewesen, was zeigt, welch gigantischer Nachholbedarf hier in der Forschung und der Lehre noch besteht).
Wenn ich Daimler-Benz der BMW wäre, würde ich jede Produktreihe „SIM-frei“ anbieten.
Auf Seite 9 ein sehr lesenswerter Artikel zu Indien. Offenbar wurde die „Mehrwertsteuer“ gesenkt, (äh, in einem Wirtschaftsblatt bitte besser Umsatzsteuer). Das ist mir als „Apple-Entwickler“ bisher entgangen, man erhält von Apple ja immer Nachrichten, wie sich die Steuersätze entwickeln und wo sie neu eingeführt werden. So hat man weltweit immer einen guten Überblick.
Darunter kommt Daniel Stelter zu Wort, der Ökonomie-Podcast, „Kompetenz für Industriepolitik“. Er beginnt mit „Selbst das politische Berlin scheint zu erkennen, dass sich die deutsche Wirtschaft in einer tiefen Krise befindet, auch wenn die nötigen Schlussfolgerungen und sich daraus ergebende Handlungen ausbleiben.“ Naja, äh, nach meiner Meinung befindet sich Deutschland nach wie vor im freien Fall. Aber gut. Im zweiten Absatz kommt gleich „Klimaschutz“ ohne Anführungszeichen.
Ich kann nur immer wieder betonen, daß 90 % in Deutschland hier in meinen Augen komplett die Realität verlassen haben. Wenn ich mir nur die Statistiken anschaue, wie viele Kohlekraftwerke in China aktuell in Betrieb genommen werden, kann ich mich doch nicht ernsthaft hinstellen und behaupten, ich könne hier in Deutschland durch irgendwelche Maßnahmen „das Klima retten“. Das sollte doch jedem unmittelbar evident sein! Wenn man aber darauf beharrt, ist man Anhänger eines Glaubenssystems, einer Ideologie, einer Sekte, eines Katechismus. Alle anderen sind dann natürlich Häretiker. Das kann man schon machen, jedem sei seine Meinung belassen, ich kann mich irren, der Zweifel thront über allem. Aber die empirische Evidenz muß man doch irgendwie zur Kenntnis nehmen!? Wenn man das nicht tut, ist man meinen Augen nahe an einer F-Diagnose.
Kurz und gut, seine Argumentation und Lösungsvorschläge kann ich hier nicht nachvollziehen, so viel ich auch sonst von ihm halte. Für mich ist es zu sehr „thinking within the box“.
Für mich liegt es auf der Hand, daß 90 % der Bürokratie ersatzlos weg müssen. Keine neuen Ausnahmen oder wie auch immer Verwaltungs-Vorschriften, es muß einfach komplett weg und gestrichen werden. Beginnen sollte man mit dem Solidaritätszuschlag, den CO2-Zertifikaten und der GEZ. Alles weg. Der Verwaltungsaufwand der „kleinen Selbständigen“ müßte in meinen Augen um 90 % gesenkt werden – diese sind nämlich in meinen Augen das Rückgrat einer Wirtschaft – und nach wie vor nahezu komplett „unbeforscht“ in der deutschen Soziologie.
Seite 11, „Kahlschlag im Militär sorgt für Unruhe“ zu China und Xi, ein lesenswerter Artikel, auch mit einer Einschätzung der Autorin. Kann sein, kann nicht sein, das ist hier für mich nicht die Frage, ich nehme es einmal so hin, wie sie es geschrieben hat. Also: Gut! Weiter so!
Darunter ein sehr schöner Nachruf auf Rita Süssmuth, noch besser wäre es mit einer persönlichen Note gewesen, also ein Journalist oder eine Journalistin hätte den Nachruf geschrieben, der einmal mit ihr gesprochen hatte.
Seite 12, ein Artikel zur Fed-Neubesetzung. Meiner Meinung nach komplett am Thema vorbei. Denn, im Vergleich, wie hat sich denn die Wirtschaft in den USA und die in der EU entwickelt? Wer ist denn gerade EZB-Präsidentin und ich lese absolut nichts von ihr? Wo liegen denn die Probleme, hüben oder drüben, hie oder da? Ich empfehle, einfach mal in einen Supermarkt zu gehen und die „Geschenkkarten-Dreh-Säule“ anzuschauen und wie viele US-Firmen dort vertreten sind. Und das gleiche einmal in USA zu tun, wie viele EU-Firmen dort hängen.
Für mich ein Beispiel für Realitätsverlust.
Dann meine Lieblingsspalte, „Außenansichten“, zu Wort kommen dieses Mal:
- „NZZ am Sonntag“: Verhältnis Putin und Trump hinsichtlich des sektoralen Waffenstillstands
- „The Telegraph“: Barack Obama habe in Syrien einen Ansehens- und Glaubwürdigkeitsverlust erlitten, das solle D.T. bezüglich des Iran nicht passieren.
- „Financial Times“: Kevin Warsh als designierter FED-Chef wird hier differenzierter gesehen als in den deutschen Medien.
Mein Mantra seit langem: Bitte Gehalt verdoppeln, eine Doppelseite füllen.
Seite 14, ‚Heimvorteil für „Made in Europe“‚, Gastkommentar von Stéphane Séjourné (auch hier fehlt Metainformation zum Autor – ich habe bei „wikipedia.de“ nachgelesen – offenbar ein französischer EU-Politiker („Exekutiver Vizepräsident der EU-Kommission“) und Ex-Außenminister – der Artikel ist recht kurz, bei der französischen Wikipedia steht auch nicht viel mehr zur konkreten aktuellen Tätigkeit, evtl. ein Artikel, um sich ins Gespräch zu bringen – ?): Mir ist der Sinn des Artikels oder die konkrete Aussage nicht klar geworden. Beihilfen, Fördergelder, aber „ohne Bürokratie“? Für mich ein weiteres Beispiel der Realitätsferne der Legislative – oder von jemand, der aus der „Legislativokratie“ kommt. Beim Nachlesen in „wikipedia“ zum Lebenslauf bestätigte sich dies, recht jung, sehr hohe Ämter, wenig Tätigkeiten außerhalb der Politik, studierte Jura).
Auf Seite 16 ein längerer Artikel „Schwacher Dollar-Kurs stärkt US-Exporte“, der sich etwas abmüht, auch die Grafik ist etwas unstrukturiert. Ich kann nur immer wieder darauf aufmerksam machen, daß sich der US-$ lange in dem Band zwischen 1,26 € und 1,28 € gehalten hat. Man müßte sich eher überlegen, welche Gründe es gab, den Euro aufzuwerten. Vielleicht die „Agenda 2010“. Und jetzt wird jedem klar, Deutschland „rudert“ und ist – in meinen Augen – finanziell überfordert. Die Produktivität ist für „2015“, „Ukraine“, „Rente“, „Krankenkassen“, EU-Bürokratie einfach nicht da. Und die Empirie, d.h. die beständige weitere Netto-Kreditaufnahme, gibt eindeutig mir recht. Insofern verstehe ich immer nicht, auf welcher Basis derartige Artikel eigentlich geschrieben werden. Es gibt in Deutschland keinen einzigen RAM-Hersteller, keinen Prozessorenhersteller, keine nennenswerte Leiterplattenproduktion, keine nennenswerte Netzwerktechnikproduktion, nichts, nichts, nichts. Das kann man doch nicht einfach ständig unter den Tisch fallen lassen!
Auf Seite 17 ein Artikel zu „Capgemini“, „Wie Europas größter Tech-Dienstleister der US-Behörde ICE hilft“. Hier ist sie wieder, die selektive semipermeable Moralkeule. Daß derartige Artikel überhaupt noch abgedruckt werden, verstehe ich nicht.
Auf Seite 18 ein sehr nachdenklich machender Artikel, „Babymilch-Skandal belastet Nestlé“. Da fragt man sich, ob die EU-Bürokratie da ist, wo sie sein sollte. Im Zuge der „A-B-C“-Analyse, und ich bin sehr großer Fan, sollte Babynahrung nach meinem Dafürhalten engmaschig kontrolliert werden. Offenbar gab es aber bisher keinen Grenzwert bezüglich des hier offenbar verdächtigen Toxins. Vieles scheint in dem Fall aber noch unklar zu sein, evtl. ist es auch komplett falscher Alarm. Aber der Artikel verweist gut auf die Fälle in der Vergangenheit und das ist etwas, was in dieser Wucht mir nicht klar waren, zwei Kinder starben wohl an Nierenversagen aufgrund verseuchter Tiefkühlpizza. Das war mir neu. Überhaupt fehlt mir in diesem wichtigen Bereich etwas „Glasnost und Perestrojka“ und das wirkt unweigerlich auf die Aufsichtsbehörden. Hier könnte noch mehr dahinterstecken. Früher ein Fall für die „Seite 3“ oder das „Dossier“ oder einen „Spiegel“-Titel, heute nur noch für Online-Journalisten für mich ein Rechercheobjekt. Hautgout inbound (?).
Seite 19, „Schicksalsjahr für Autozulieferer“, ich weiß nicht, was man da sagen soll, „Guten Morgen“ oder „Was war eigentlich euer Ziel?“ oder „Wozu glaubt ihr, werden eure Maßnahmen führen?“.
Seite 20, ‚“Die meisten Mittelständler sind bei Anschlägen nicht geschützt“‚, ein sehr guter Artikel, absolut keine Themaverfehlung, sollte Pflichtlektüre bei allen Unternehmern sein und allen Leitungskräften. Ich kann nur alles bestätigen, was in dem Artikel steht. Der Artikel hätte auf Seite 1 gehört. Sachlich, wirtschaftlich, proaktiv, nüchtern, gut.
Daneben ein kleiner Artikel, „Tesla-Chef spendet wieder für Republikaner“. Sachlich, der Autor weiß, wovon er redet, jeder, der sich mit der US-Szene beschäftigt hat das „thawing“ bemerken können. „America Party“ – „what are you talking about?“ und daß beide in den Epstein-Dateien auftauchen [ich habe die Originale gelesen, es fällt schwer zu glauben, daß das alles echt sein soll, somit nur unter dieser Prämisse], wird süffisant erwähnt. Top! Bitte mehr von diesem Autor!
Dann ein lesenswertes Interview mit Jan-Peer Laabs, dem Vorstandssprecher der Apetito AG, ein Kantinenbetreiber und Mahlzeiten-Zubereiter. Sowohl die Interviewerin (offenbar sehr gut auf das Interview vorbereitet: Katrin Terpitz – den Namen sollte man sich merken) als auch der Befragte wissen, wovon sie reden, sehr gute Fragen, gut strukturiert, kein Wischiwaschi. Lesenswert!
„Ich kann jedem Mittelständler nur raten, nicht daran zu sparen“, sagte er zum Thema „Cyberabwehr“, das sage ich meinen Kunden auch immer, mein Mantra, aber es wirkt besser, wenn es ein Betroffener sagt.
Seite 24, „Historischer Ausverkauf“, zum Edelmetallmarkt. Ein Tag für die Geschichtsbücher in meinen Augen. Nun heißt es: Abwarten, wird es wie 1980 oder war das der Schritt zurück für den nächsten Sprung?
Dann wieder ein erwartbarer Artikel zur US-Notenbank, „Ökonomen warnen vor der Politisierung der Fed“ – meiner Meinung nach sollte das Trump-Bashing irgendwann einmal aufhören, man kommt so nicht weiter, das haben nur noch nicht alle gemerkt. Bitte mehr Realpolitik.
Dann auf Seite 26 noch einmal ins gleiche Horn, ‚“Der Dollar-Verfall ist symptomatisch“‚, Interview mit Barry Eichengreen. Beim Lesen dachte ich mir „what are you talking about?“ und was ist eigentlich mit der EZB und warum hier das tosende Schweigen in den deutschen Medien? Immer diese Fixierung auf die USA. Macht doch einmal selbst etwas! Der Dollar stand nur bei 1,26 habt ihr keine Historie? „Auch solche Szenarien zeigen, dass die Regierung keinen Plan hat“ – spätestens bei einer derartigen Aussage hätte ich als Chefredakteur das ganze Interview nicht mehr gedruckt. Äh, wo ist denn „unser“ Plan? Wo ist denn der EU-Plan? Schulden, Schulden, Schulden, Rente, Krankenversicherung, Solidaritätszuschlag, GEZ, ist das ein Plan? Man muß sich immer fragen: „Was ist eigentlich das Ziel?“. Wenn es das Ziel ist, weiter Schulden aufzuhäufen, dann haben wir einen Plan. Gut.
Dann noch einmal zwei Seiten (28 und 29) zu Kevin Warsh. Keine Frage, der Artikel selbst ist gut, aber muß es im deutschen Handelsblatt soviel sein? Warum nichts zum Euro-Raum, Target II und wie es hier weitergehen könnte, was macht Polens Zentralbank?
Seite 30 ein Artikel zur Inflation, in meinen Augen zu viele „offizielle“ Daten. Deshalb habe ich ja den „Dr. Hinner Faktor“ eingeführt, denn jedem ist klar, wenn er sich die Preise der Deutschen Bahn, des MVV, Bierpreis Oktoberfest, „Happy Meal“, private Krankenversicherung, Mieten, Stromkosten etc. ansieht, daß „zwei Prozent“ unmöglich statistisch sauber legitimiert werden können. Die Belege dazu habe ich immer wieder angefordert und nie erhalten. Ich bin hier für Kommentare und Zuschriften sehr dankbar.
Dann auf Seite 31, ‚“Käufer und Verkäufer sind wieder auf Augenhöhe“‚, „Das Interesse an Wohnimmobilien steigt seit dem vergangenen Jahr, aber ebenso Preise und Zinsen. Eine Häuserkategorie wird jedoch billiger.“ Aus vielen Gesprächen mit Kunden und Sparkassenmitarbeitern und „mit offenen Augen“ z.B. durch Grünwald fahren – kann ich dies nicht nachvollziehen. Ich weiß nicht, was dieses „Hochgeschreibe“ des Immobilienmarktes – denn nichts anderes ist es in meinen Augen – soll. Viele Immobilien in manchen Regionen Deutschlands sind inzwischen unverkäuflich. Teilweise werden sogar Wohnblocks abgerissen. Der Staat hat durch „2015“ und durch bestimmte Maßnahmen ein „Atmen“ des Marktes verhindert – und das ist in meinen Augen immer schlecht, denn die dicke Rechnung wird kommen.
Seite 32 und 33, Indizes, nach wie vor keine graphische Auflockerung oder Farben.
Seite 36 und 37, „Geldanlage“, interessante Gedanken zu neuen Ansätzen der Pensionsfonds und was man bei einer weiteren Euro-Schwäche tun könnte. Gut!