Die Hauptschlagzeile ist „Dax-Gewinne vor Rekord“. Daneben „Eskalation der Gewalt“ ) mit Bild, über „ICE“. Dann „VW stellt US-Investitionen infrage“ (wäre „in Frage“ hier nicht richtiger?), „Union debattiert über Recht auf Teilzeit“, „Investitionen erneut gesunken“, „Plug-in-Hybride aus China boomen“.
Oben ist noch ein kleiner Block mit vier „Anreißern“: „Die WTO-Direktorin spricht über die Zukunft des Welthandels.“, „Das Netzwerk der Macht von Friedrich Merz.“, „Wie die Solarindustrie die Silberrally beenden könnte.“ und „Coroplast-Chefin wittert Sozialismus im Erbschaftssteuer-Streit.“
Dies sei deshalb komplett und so ausführlich dargestellt, weile das große Thema zur Zeit sind in meinen Augen die Edelmetalle, oder, die Metalle, wenn man z.B. Kupfer hinzuzieht. Wer nur das „Handelsblatt“ liest, weiß auch nicht, was zur Zeit bei Kakao los ist.
Und genau deshalb haben „Youtube“-Kanäle wie „The Asian Guy“ einen Zulauf bei den „Medienkompetenten“, denn auch das „Handelsblatt“ läßt das vorherrschende Thema liegen.
Ich will nicht sagen, daß man die ersten 27 Seiten überblättern kann. Angemerkt sei auch nur, daß dieser „Teaser“ wohl nicht von der Autorin der Artikel zum Silbermarkt ist, denn mit den Solarpanels hat der aktuelle Preis in meinen Augen nur sehr wenig zu tun.
Auf Seite 7 ist auch ein Artikel „Die Investitionsoffensive des Investitionsministers stockt“, ich weiß nicht, ob hier eine Zusammenarbeit mit dem auf der Titelseite angekündigten Artikel auf Seite 11 stattfand, vielleicht „Homeoffice“, keine Ahnung.
Auf Seite 9 ein lesenswerter Artikel von Daniel Stelter, der in meinen Augen unter einem etwas reißerischen Titel (den ich hier nicht wiedergeben möchte) die makroökonomischen neuen Trends richtig erfaßt. China, Rohstoffe, Halbleiter, Batterien. Den Satz „Wie erfolgreich das war, musste Donald Trump mit seinen Zöllen realisieren“ verstehe ich nicht. „Darauf reagieren die USA nun, nachdem sie den Aufstieg des strategischen Rivalen viel zu lange unterschätzt haben.“ – man fragt sich, äh, wieder falsch von „The Donald“, er ist halt zu spät?! Was war denn unter seinem Vorgänger? Seinen Satz „Die Reaktion der Europäer zeigt erneut, dass wir noch nicht im Ansatz verstanden haben, worum es geht.“ sei hervorgehoben. Mein Mantra seit 20 Jahren. Als ich erlebt habe, daß Deutschland so handelt, als ob hier Rohstoffe ohne Ende vorhanden wären. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig die Deutschen wissen und wie ungebildet sie in zentralen Fragen sind und welche spektakulären Fehlentscheidungen daraus resultieren.
Wie kann man von F.M. eine Lösung erwarten, wenn er noch nicht einmal das Problem verstanden hat? Das ist aussichtslos und genauso realitätsfern wie die Realitätsferne, die man (in meinen Augen zurecht) der deutschen Politik in vielen Bereichen heute vorwirft.
In München gibt es offenbar große Probleme mit dem S-Bahn-Netz, evtl. ist der Wartungsrückstand so groß, daß Haltestellen nicht mehr angefahren werden können. Ich sagte von Anfang an: Die „zweite Stammstrecke“ hat keinen Sinn. Kümmert euch um die „erste“. Baut die U-Bahn bis Pasing aus. Beschränkt euch auf kleine, machbare Projekte, ohne riesige Sperrungen. Der Bahnhof ist seit zehn Jahren eine Baustelle. Wo ist die „Realpolitik 2.0“?
In meinen Augen: 90 % der Bürokratie müssen weg. A-B-C-Analyse mit der Konzentration auf das wesentliche. Die Infrastruktur und die deutsche Bahn müssen gefördert werden. Keine KI- oder Elektroauto-Subventionen, das sollte alles abgebrochen werden. Die „zweite Stammstrecke“ in München: Lieber jetzt beenden als später feststellen, das „wird nichts mehr“. Ich sehe am „Sendlinger Loch“, wie realitätsfern große Teile der Stadtpolitik und der Immobilienentwickler sind.
Auf Seite 10 ein Interview zum Welthandel mit der Chefin der WTO. In meinen Augen ist der Welthandel seit langem „am Ende“. Absolut realitätsfern der Artikel, der Interviewer hat in meinen Augen nicht einmal Informationen darüber, daß man selbst innerhalb der EU nicht mehr exportieren kann (außer Großunternehmen) wegen zig Vorschriften: Abfallentsorgungssysteme etc. Man kann auch finnische Aktien nicht ohne Quellensteuer halten. Wo soll denn da der Welthandel sein? Es gibt vielerlei Sanktionen (nicht nur Rußland), die den Welthandel stark beschränken.
Auf Seite 21 einige Grafiken zum „Konjunkturüberblick Deutschland“. Dazu – unbesprochen – „Arbeitslosigkeit“: 2,98 Millionen. Und an der Grafik kann man sehr schön sehen: Ein „High“ seit sechs Jahren. Mehr als vor den „Corona-Maßnahmen“.
Dann wieder zwei Seiten zu F.M. und dem „Machtzentrum Wirtschaftsflügel“, ich frage mich, welche Wirtschaftskompetenz soll denn da vorhanden sein? Die USA tun alles, um die Spritpreise niedrig zu halten, die Deutschen immer mehr Steuern. Daß das nicht gutgehen wird, sollte in meinen Augen jedem klar sein. Es wurden Schulden in einer Höhe aufgenommen, die ich nach wie vor für unfaßbar halte – und an der Grenze – bedenkt man, auf welchen Schultern das lasten wird, nämlich der Kinder – zur Sittenwidrigkeit. Jahrelang hieß es immer „Schuldenbremse hat Verfassungsrang“ – ich habe nie daran geglaubt und die Gewaltenteilung ist in meinen Augen nicht mehr stark genug, derartige Untaten zu verhindern. Die Kinder können einem in meinen Augen nur noch leid tun, bei einem derart koordinierten Tatenbündel der Leitungsebene in Wirtschaft, Politik und Justiz.
Völlig realtitätsfern in meinen Augen der Artikel auf Seite 14, „… beginnt der alte Kontinent, sich von den USA zu emanzipieren“.
Absolut auf der Höhe der Zeit – aber ein Jahr hinter meinen entsprechenden Aussagen dazu – ist „Fachkräftemangel / Entspannung als Alarmzeichen / Es gibt mehr arbeitssuchende Gastronomen als Jobs. Das ist kein gutes Signal“. Äh, richtig. Aber nicht erst seit gestern. Korrekt auch in meinen Augen der Hinweis auf den Mindestlohn. Als Selbständiger unterhalte ich mich oft mit Selbständigen und alle sagen das gleiche: Der Mindestlohn ist viel zu hoch. Einstellungen werden unterbleiben.
In meinen Augen war es schon seit über zwei Jahren nicht mehr gerechtfertigt, von einem „Fachkräftemangel“ zu sprechen. Ich glaube hier aber nicht an eine Verschwörungstheorie, daß „die da oben es schon wissen, aber der Bevölkerung es nicht mitteilen“.
Nein, ich denke, die statistischen Fähigkeiten sind über die Jahre zurückgegangen, es gibt keine „Gurus“ mehr in den statistischen Ämtern, die Zahlen werden irgendwie erhoben und irgendwie irgendwann analysiert und so hat man den Zustand von vor einem Jahr dann in Bericht.
Wie es „tatsächlich“ ausschaut sieht man gut, wenn man mit „offenen Augen“ durch die Stadt geht, z.B. in der Münchner Sonnenstraße: Rechts sind inzwischen schon drei Geschäfte geschlossen worden und der Gewerberaum offenbar ungenutzt. Warum die Stadt das zuläßt, verstehe ich auch nicht. „Eigentum verpflichtet“. Die Nachbarn werden auch darunter leiden, so könnte die Stadtpolitik durch „Unterlassen“ aktiv die Innenstadt weiter unattraktiv machen. Ich mache seit einiger Zeit Fotos von leerstehenden Gewerbeeinheiten – so kann ich selbst eine Statistik führen, wie lange der Leerstand schon vorherrscht. Die Gewerbemieten müßten schon lange sinken, hier „atmet“ der Markt offenbar nicht richtig – oder es ist schon eine postkapitalistische Gesellschaft auf dem Weg in den Sozialismus und ohne öffentliche Förderung sind die Ladenlokale nicht mehr kostendeckend zu betreiben.
Bei dem Bericht zu „Minnesota“ fragt man sich, ob die Autorin jemals in den USA war. Dort herrscht – wie im Grunde jeder wissen müßte, so denkt man sich, eine tiefe Feindschaft zwischen zwei Lagern: Ein Lager, das die Gewalt auf den Straßen nicht mehr hinnehmen will und jetzt (auch in meinen Augen etwas unverhältnismäßig, ich würde erst einmal die männlichen Straftäter priorisieren, oder „Gefährder“, wie es hier oft heißt) abschiebt. Die „ICE“-Behörde ist keine Erfindung von D.T. Wer einen ICE-Einsatz behindert und sich aktiv dagegenstellt – wie die Videoaufnahmen in meinen Augen zweifelsfrei belegen – oder eine scharfe Waffe dabei hat, ist in meinen Augen nicht bei Sinnen oder begibt sich absichtlich in Gefahr. Ich wurde einmal in den USA von der Polizei kontrolliert mit „Light Show“ etc. – und es war mir klar, daß ich mich in Lebensgefahr befinde. In München konnte die Polizei die Ermordung einer Mutter samt Kind nicht verhindern, obwohl sie (wenn meine Informationen stimmen) hinter dem Demonstrationszug gefahren ist – allerdings wohl „versetzt“, so konnte der Attentäter um die Polizeifahrzeuge herumkurven. Da war es bereits zu spät. Ich verfolge intensiv, wie viele Polizisten im Einsatz umkommen – und in Deutschland ist hierzu noch keinerlei Bewußtsein, obwohl auch hier bereits Polizisten angegangen werden und umgebracht wurden. Diese Relativierung stört mich und hat mich schon immer gestört.
Zu Beginn einer Lösung muß immer schonungslos über die Realität geredet werden – und eben auch über die „Realität“ des anderen. Wer sich die „Trump Rallies“ angeschaut hat in den Wahlkämpfen, dem war klar, daß, wenn er gewinnt, spätestens nach der Ermordung von Kate Steinle in San Francisco, abgeschoben werden wird. Da frage ich mich immer: Schaut denn kein Journalist diese Reden an? Wie kann man glauben, daß bei den Maßnahmen dann alles „glattgehen“ wird? Wer sich dagegenstellt, leistet im Grunde Widerstand gegen die Staatsgewalt.
Nun denn, genug davon. Daneben die Presseschau, „El Pais“, „The Sunday Times“, „NZZ am Samstag“. Ich habe darüber schon geschrieben, daß ich der Autorin (vermute ich) das Gehalt verdoppeln würde und mir eine Doppelseite „Presseschau“ wünschen würde, dabei bleibe ich.
Seite 16, auch Meinung, zur „Erbschaftssteuer“, da denkt man sich, warum reicht es der Autorin erst jetzt und warum sagt sie nichts zu den ständig weiteren Schulden (oder „Sondervermögen“), die letztlich die Zukunftsaussichten der deutschen Kinder abwürgen werden (in meinen Augen) – mit allen sozialpsychologischen Folgen. Denn wie soll jemand arbeiten, wenn er weiß, er kann sich nichts „erarbeiten“ und wird immer arm bleiben, weil er soviel Steuern und Abgaben zahlen muß, daß er kein Vermögen wird bilden können? Die Folge wird sein, daß kaum einer mehr eine Arbeit aufnimmt und – das kommt noch hinzu – es den „demographischen Todesstoß“ geben wird. Als Soziologe finde ich es ja wissenschaftlich sehr frappant, daß derartige Gesellschaften im evolutionären Überlebenskampf untergehen werden – und auch zurecht. Es tut mir trotzdem leid um die Kinder. Inhaltlich ist der Autorin natürlich zuzustimmen.
Auf Seite 20, „Europas beliebtester Plug-in-Hybrid kommt aus China“, ein guter Artikel. Inhaltlich sage ich dazu nichts, es ist schon alles dazu gesagt von mir.
Auf Seite 23 ein Artikel zu den „Entschädigungszahlungen“ aus Steuermitteln an „Winterhall Dea“. Dazu kann ich hier, fürchte ich, nicht Stellung nehmen, ich verweise auf mein „Substack“ (in USA, es gilt also US-Recht, aufgrund der Meinungsfreiheits-Problematik).
Dann auf Seite 28 die zwei Artikel, warum ich dies überhaupt schreibe. Die Musik spielt doch gerade beim Silber. Jeder, wirklich jeder, der sich für VWL und BWL interessiert, merkt doch, da ist was im Busch. Hier also „Rekordpreis zwingt zum Umdenken“ und „Silber kostet erstmals mehr als 100 Dollar“. Beide von Judith Henke. Beide Artikel hätten auf Seite 2 bzw. 1 plaziert werden müssen – nach meinem Dafürhalten. Die Artikel sind gut und sachlich und geben einen Ausblick. Auf die Gerüchte auf „Youtube“ („Our OG Silver“ (ich weiß gar nicht, ob ich das noch verlinken darf, den Inhalt gebe ich aufgrund der Meinungsfreiheitssituation in Deutschland nicht wieder) geht sie nicht ein, vielleicht zu recht, vielleicht aus anderen Gründen. Die deutsche Situation – „wir“ haben keine Silberproduktion mehr seit 1945 (jedenfalls nicht erwähnenswert nach meinem Wissen) und auch keine Solarindustrie (jedenfalls seit der Kanzlerschaft von A.M. nach meinem Wissen) geht die Autorin leider nicht ein.
Daneben auch ein Artikel, „Japan droht mit Intervention“, zur jüngsten Entwicklung bei den japanischen Staatsanleihen. Hier könnte auch etwas im Busch sein, der Artikel hätte in meinen Augen auch auf Seite 1 gehört – für ein „Handelsblatt“.
„Geldanlage“, Aktienkurse, Seite 32f, meine Verbesserungsvorschläge wurden noch nicht aufgegriffen, immer noch eine einfarbige „Bleiwüste“.
Auf Seite 38, „Cum-Ex“, ein Bericht lege nahe, daß es „in Baden-Württemberg neben dem Steuerskandal auch ein Justizversagen gibt“. Das habe ich in einem meiner Bücher und an anderen Orten bereits ausführlich thematisiert: So lange „Cum-Ex“ in Deutschland nicht aufgearbeitet wurde, werde ich mich zu dem komplex nicht mehr inhaltlich äußern.
Ansonsten, zum Resüme siehe das der vorherigen Besprechungen, und: Wieder kein Artikel zu Frankreich. Was soll nur aus der EU werden?