Hier ein Aufruf:

Es ist leider genau so gekommen, wovor ich viele Jahre immer wieder gewarnt habe: Es ist kein Geld mehr da für den Kinder- und Jugendsport.

Jahrelang wurde ich als „Pessimist“ oder als „Verschwörer“ oder als „Miesmacher“ beschimpft. Von „Besserwissern“ niedergeschrien, verunglimpft, lächerlich gemacht oder als „Sand im Getriebe“ gescholten.

Aber am Ende hat sich herausgestellt: Ich hatte recht. Fast alle anderen hatten über 20 Jahre lang unrecht.

Ich habe immer gesagt: Für „2015“ habt ihr kein Geld. Für den Krieg in der Ukraine habt ihr kein Geld. Für die Subventionen (E-Autos, Solar, Heizung, „Wohnungsbauprämie“) habt ihr kein Geld.

Es wurde letztlich alles über weitere Schulden und auf Pump finanziert. So hatte die Masse den Eindruck, „es geht schon irgendwie“. Am Ende durfte man nicht mehr Schulden sagen, man muß jetzt „Sondervermögen“ sagen.

Und nun ist es so weit: Die Stadt München hat kein Geld mehr für die Platzwarte an den Bezirkssportanlagen. Mit der unmittelbaren und drastischen Folge: Das Fußballtraining von Vereinen, die auf diese Plätze angewiesen sind, muß teilweise entfallen.

Ich selbst bin auch seit mehreren Jahren ehrenamtlicher Fußballtrainer (mit C-Lizenz) bei einem der betroffenen Münchner Vereine. Für mich hatte es die unmittelbare Folge, daß ich meine Haftpflichtversicherung geprüft habe, ob auch dieser Fall abgedeckt ist, und eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen habe – was mich 600 Euro im Jahr kostet.

In meinen Augen sollte die öffentliche Hand alles, wirklich alles, dafür tun, das Problem Nummer 1, nämlich den demographischen Wandel, endlich adäquat anzugehen. Also alles für die Kinder zu tun, die Eltern zu entlasten. Und akzeptieren, daß Schrumpfungskonzepte ausgearbeitet werden müssen für bestimmte Regionen.

Und so – mit Verlaub – wie die Stadt München hier vorgeht, kann ich das nicht erkennen.

Im Grunde müßte wohl das gesamte Leitungspersonal ausgewechselt werden.

Denn für E-Autos ist Geld da – offenbar drei Milliarden neue Förderung und erhebliche Abschreibungen im ersten Jahr. Ich kann übrigens niemandem empfehlen, diese Angebote anzunehmen, so lange nicht rechtssicher geklärt ist, wie man ein defektes E-Auto wieder loswerden kann. Aus IT-Sicht und aus physikalischer Sicht – und ich habe mich sehr lange damit beschäftigt – hätten schon längst Konzepte für die komplette Aufbereitung und Wiedergewinnung der Rohstoffe entwickelt werden müssen – und zwar „im Land“. Deutschland hat keine Rohstoffe. Das war schon immer ein zentrales Problem der deutschen Politik, seit über 100 Jahren, aber viele Personen in Leitungspositionen haben sich dieses Wissen offenbar noch nicht aneignen können. Früher oder später wird der Aufschlag auf dem Boden der Realität kommen, mit jedem weiteren verstrichenen Tag wird die Fallhöhe weiter steigen.

Ach ja – und wenn jemand bis hierher gelesen hat und sich fragt, wie kommt der Herr Dr. jetzt von Fußball auf E-Auto-Subventionen? Wer mich darauf anspricht, kann mich gerne in ein Café begleiten und ich nehme mir die Zeit, das „alles hängt mit allem zusammen“ zu erläutern.

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