DB-Cargo
Wieder hat sich eine Prophezeiung von mir bewahrheitet: Die Bahn wird eher zurückgebaut als ausgebaut.
Meine Empfehlung war immer, den „Börsemgang“ und die Vorbereitungen dazu nicht durchzuführen.
Man müßte einmal ausrechnen, was dies an „Beratungskosten“ aus Steuermitteln verschlungen hat.
Es ist in meinen Augen völlig klar, daß bestimmte Dienstleistungen „Netzleistungen“ sind und diese nicht sinnvoll privatisiert werden können.
Es ist auffällig, daß kein Politiker die Deutsche Bahn zur Chefsache gemacht hat.
Die Deutschen auch nicht. Sie haben immer wieder Regierungen gewählt oder bestätigt, die sich nicht um die Deutsche Bahn „gekümmert“ haben.
Die Lage der Deutschen Bahn müßte schon seit Jahren absolute Chefsache sein.
Somit sind zwei weitere Thesen bestätigt:
- „Umweltschutz“ und „Klimawandel“ sind seltsam entkoppelt, wenn es konkret wird. Alle dürften sich einig sein, daß soviel Verkehr wie möglich auf die Bahn verlagert werden sollte. Die Realität zeigt ein anderes Bild. Wenn man sich journalistisch verhält und recherchiert und Gespräche mit „Cargo“-Verantwortlichen führt, wird schnell klar, wo es bei der Deutschen Bahn hakt. Hier wären schon lange Gesetzt notwendig, daß z.B. der Transport von Schüttgut verpflichtend über die Bahn abgewickelt wird.
- „DB Cargo“ – nach meiner Ansicht hätten die Verwaltungskosten drastisch seit Jahren gesenkt werden können wenn man dies wieder eingliedert – also auf Vorstand etc. und den ganzen Verwaltungsüberbau verzichtet. Den Autor würde eine saubere Aufschlüsselung der Buchhaltungskosten interessieren.
- Und jetzt (August 2025, Quelle: „Ostsee-Zeitung vom 27.8.2025, S. 16) sollen offenbar zehn von 15 Außenstellen geschlossen werden. Zudem ist nach meiner Ansicht Mitteldeutschland „überrepräsentiert“: Vier liegen in den „Neuen Bundesländern“.
- Soviel also zur Realität zum Thema „Aufbau Ost“ oder „Wirtschaftsförderung Ost“.
Die Empfehlungen von Dr. Hinner wären somit:
- keine Schließung eines einzigen DB Cargo Standorts
- Eingliederung des DB Cargo „Vorstands“ in die „Deutsche Bahn“
- Wegfall generell der „AG-Konstruktion“, was nur ungerechtfertigt hohe Bürokratie- und Verwaltungskosten produziert
- Stärkung der Deutschen Bahn gegenüber dem LKW-Verkehr durch Vorgaben, daß Schüttgut etc. durch die Bahn transportiert werden muß. Falls nicht, ist eine Ausgleichsabgabe direkt an die Bahn zu bezahlen.
- Große Firmen müssen wieder direkt an das Bahnnetz angeschlossen werden (mein Lieblingsbeispiel ist der Großmarkt München).
Meine (Dr. Hinner) Prophezeiung: Unter der aktuellen Bundesregierung ist dies nicht möglich. Es fehlt nach Ansicht des Autors an volkswirtschaftlicher und generell wirtschaftlicher Expertise des Führungspersonals. Erst von einer Nachfolgeregierung werden unter dem Druck der außen- und innenpolitischen Situation Maßnahmen ergriffen werden, die letztlich die US-Politik unter Donald Trump aber nur kopieren werden, keine eigenen Akzente setzen, aber die Deutsche Bahn als „Nationale Sicherheit“ identifizieren und den Abbau stoppen.
Fahrkarten
Die Lage bei der Deutschen Bahn ändert sich, auch die Bedingungen. Oft erfährt der Autor nur durch eigene Erfahrung.
Somit sei hier der Status wiedergegeben. Alle Angaben ohne Gewähr.
- Es gibt bei „ICE“-Ticket kein „City Ticket“ mehr automatisch dazu – auch nicht bei Reisen über 100 km. Nach einer Recherche stelle ich fest: Offenbar ist das „City Ticket“ nur beim „Flexpreis“ enthalten. Dies kann auch schon immer so gewesen sein. Somit: Aufgemerkt!