Mir fällt im großen Umfeld immer mehr auf, daß
- alte Väter (oder auch kinderlose Männer) alleine leben, weil ihre Frauen gestorben sind oder dement wurden
- es kaum mehr „alte Omas“ gibt, die, wie früher eine „Oma-Rolle“ ausfüllen, d.h..: Mit den Kindern Unternehmungen durchführen wie z.B. Tierpark; kleinen Kindern vorlesen; mit den Kindern zum „Shoppen“ gehen; mit den Kindern backen; den Kindern ihr Lieblingsgericht kochen; mit älteren Kindern ins Cafe gehen; mit Kindern oder Jugendlichen in ein klassisches Konzert gehen; mit Kindern oder Jugendlichen in einen Zirkus gehen; mit Kindern oder Jugendlichen einen Ausflug zu einem See machen und dort Schiff fahren [diese Liste ist, um Kritik vorzubeugen, eklektizistisch aus mehreren qualitativen Gesprächen zu dieser „fehlende Oma-Thematik“ komponiert]
Somit möchte ich folgende Hypothese aufstellen: Kann es sein, daß die Frauen bis in die 1930er Jahrgänge noch alt wurden, die Frauen ab den 1940er Jahrgängen aber eine signifikant niedrigere Lebenserwartung haben? Lebenserwartung bedeutet hier: Die Wahrscheinlichkeit, wenn man 40 Jahre alt geworden ist, noch weitere Jahre zu erleben.
Eine Diskussion darüber findet in der Öffentlichkeit nach meiner Kenntnis noch nicht statt.
Als Soziologe weiß man, daß die Wahrscheinlichkeit, weitere Kinder zu bekommen, steigt, wenn die Mutter mütterlicherseits (also die Oma für die Kinder) in der Nähe wohnt – zumindest war es früher so, als ich zu dieser Thematik aktiv geforscht hatte.
Einen Zugang zu der letzten SOEP-Welle habe ich leider nicht mehr.
Um Kommentare (bitte kein Spam, das Löschen macht mir nur unnötige unbezahlte Arbeit) oder Forschungsförderung bin ich dankbar.