StarLink: Börsengang und die Situation Deutschlands und der EU

Nun ist offenkundig geworden, wovor viele Deutsche und die EU meines Erachtens nach fest die Augen verschlossen hatten. Zu fest.

Elon Musk wurde in erster Linie mit Tesla in Verbindung gebracht. Die wenigsten wissen von „PayPal“.

Kaum einer außerhalb der IT weiß, was „Starlink“ ist. In meinem Umfeld kenne ich nur einen, der sonst außer mir noch Starlink verwendet.

Jetzt kommt der Börsengang. Mit zwei Billionen Euro. Das ist im Grunde unvorstellbar.

Viele, allzuviele, hatten eine Art persönliche Fehde mit Elon Musk wegen der Twitter-Übernahme.

Es ist in meinen Augen ganz eindeutig: Deutschland und die EU haben bei „Starlink“ nur eine Zuschauerrolle. Nach meinen Recherchen gibt es nicht einmal mehr eine Niederlassung in Deutschland, .de ist ein reines Vertriebsgebiet.

Wie konnte es soweit kommen?

  • 2015 ist teuer
  • Krieg ist teuer

Beides bindet sehr viel Managementkapazität, auch in der Politik.

Nach meiner Einschätzung befindet sich Deutschland im freien Fall. Die erste Ableitung halte ich nach wie vor für positiv. Die Problemlage wurde von der Politik in meinen Augen bisher nicht in ihrer vollen Breite erkannt. Auch nicht von den gebührenfinanzierten Medien. Nach meiner Analyse müßten die Steuerzahlungen massiv einbrechen, z.B. auch die Gewerbesteuern. In meinem Umfeld konnte mir bisher außer dem Steuerberater nur eine Person den Unterschied zwischen Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer erläutern. Ich sehe somit nicht, daß es zu einem Umsteuern kommt.

Für mich steht aber völlig außer Frage, daß Deutschland schon längst eigene Satelliten im Orbit haben müßte, um ein eigenes GPS sowie eine eigene Internet-Versorgung auf die Beine zu stellen. Das hat etwas mit nationaler Sicherheit, nationaler Souveränität und moderner Technik zu tun.

Fast das ganze Land kommt mir seit 2005 irgendwie wie in einem Tiefschlaf vor.

Seit Jahren habe ich immer wieder angeboten, in diesem Sektor mitzuarbeiten, Weltraum und Funk. Bisher vergeblich.

Wenn die USA komplett ungebremst und ohne Konkurrenz Skalengewinne einfahren können, müßte man sofort den Glasfaserausbau in Deutschland stoppen. Denn die Kunden werden das günstige Starlink ordern – und Starlink kann, wenn ohne Konkurrenz, den Preis immer weiter nach unten drücken und alle Mitbewerber aus dem Geschäft kegeln.

Und wenn es Mobiltelefone geben wird, die direkt mit den Starlink-Satelliten kommunizieren, müssen sich auch die Mobilfunkbetreiber warm anziehen.

Zur Erinnerung:

  • geostationärer Orbit: 35786 km
  • ISS: 400 km
  • Starlink: mindestens 350 km

Starlink könnte der „Nokia“-Moment für die deutschen Telekommunikationsanbieter sein.

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