Eine kurze Vorbemerkung: Vielen Dank für die Unterstützer dieser Nachbesprechung!
Diese Nachbesprechung erfolgt unter Berücksichtigung der aktuellen Ereignisse („Iran-Krieg“).
Auf der Titelseite:
- „Ein Nein werden wir uns sicherlich merken“ / US-Präsident Trump gibt militärisch Entwarnung, fordert aber sofortige Verhandlungen über einen Kauf Grönlands. Die Märkte reagieren erleichtert.
Dies die Überschrift, noch ein Zitat don D.T.: „Ich liebe Europa, ich will, dass es Europa gutgeht, aber es geht nicht in die richtige Richtung.“
Rechts oben ein Artikel-Anreißer: „Freuding baut auf Kooperation mit USA“ (der Heeres-Inspekteur).
Weiter: „Stellenabbau bei Tesla in Grünheide“, „Bund und BDI kürzen Wachstumsprognose“, „EU-Parlament stoppt vorerst Mercosur-Deal“, „Luxusimmobilien werden zunehmend zum Ladenhüter“, „Deutschland und Italien: Europas neue Achse der Macht“.
Auf Seite 3 eine ganzseitige Werbung für eine Luxusuhr.
Auf Seite 4, „Thema des Tages“: „Trump kommt mir Furor und Stolz / Beim Weltwirtschaftsforum drohte der US-Präsident Europa, stellt Dänemark ein Ultimatum und erklärt die westliche Ordnung für überholt“.
Folgende Bemerkung habe ich in diesem Artikel das erste Mal so deutlich gelesen (wenn sie denn stimmt): „[…] und Merz bezeichnete den deutschen Atomausstieg als großen Fehler“.
Nun, in meinen Augen ein geradezu spektakulärer Fehler. Wer mich kennt, weiß, daß ich gegen Atomenergie bin, denn die Frage des Endlagers wurde nicht gelöst und Deutschland hat keinen Uranbergbau mehr unter selbst verwalteten Gebieten. Aber: Es ist in meinen Augen nicht besonders rational, ohne Komplementarität auf eine grundlastfähige Energiequelle zu verzichten. Man fragt sich da schon, was machen eigentlich – um es mit „Fefes“ Worten zu sagen, die verantwortlichen Personen in Führungspositionen im Bundeswirtschaftsministerium beruflich?
Der Artikel verweist dann auf den „Vize J.D. Vance, […] sieht in Europa ein Fallbeispiel für den Kollaps der westlichen Zivilisation. Europa habe sein eigenes Erbe verraten: durch Masseineinwanderung, Säkularisierung und Liberalismus […]“.
Nun, so könnte man einwenden, auch die USA haben enorme Probleme und im Grunde wurde der Takt der Masseneinwanderung dort mit vorgegeben.
Auch glaube ich nicht an eine Verschwörungstheorie oder Steuerung von oben oder ein Grund in der Kapitulation 1945. Gerade am Beispiel England und den Nachrichten über pakistanische „Gang-Rapes“, die britische junge Mädchen offenbar systematisch vergewaltigten, der Reaktion und dem Verhalten der verantwortlichen Institutionen – aber auch der Öffentlichkeit – zeigt in meinen Augen überdeutlich, daß Europa hier nicht mit der in meinen Augen gebotenen juristischen Aufarbeitung vorgeht sondern eher, daß auf allen Ebenen Überforderungserscheinungen zu beobachten sind.
Daneben ein Artikel „Kann eine Allianz der Mittelmächte Trump bremsen? Der kanadische Premier Mark Carney schlägt ein Bündnis vor, um sich dem neuen Imperialismus entgegenzustellen. Erste Gespräche dafür laufen bereits“.
Nun, dem möchte ich entgegenstellen:
- Die Welt (oder zumindest Teile wie ich) hat nicht vergessen, wie sich Kanada in der „Corona“-Zeit geriert hat. Wie die „Trucker“ behandelt wurden. Ich schlage vor: Sämtliche „Strafmaßnahmen“ werden für nichtig erklärt; die „Trucker“ erhalten ihre Bankkonten wieder; sie werden entschädigt mit 100 % Kompensation; das offizielle Kanada entschuldigt sich öffentlich.
- Es gibt – das habe ich an anderer Stelle bereits deutlich ausgeführt – ein großes Problem mit Kanadas Mittelschicht, der Chance zum Immobilienerwerb und der Geburtenziffer. Somit sollte er, so mein Vorschlag, erst einmal seinen eigenen Hof in Ordnung bringen. Mir klingt das sehr nach Ablenkung.
- Im Artikel steht, Carney habe „Standing Ovations“ für seine Rede gehalten. Ein schönes Beispiel für die Realitätsferne großer Teile der „Eliten“ oder der Personen in Leitungspositionen. Wie konnten sie diese Positionen besetzen? Wie viele Flugzeugträger hat Kanada? Wie viel moderne Technik kommt aus Kanada? Kanada ist ein rohstoffreiches Land, es hatte seit Ewigkeiten keinen Krieg, es müßte die Schweiz Nordamerikas sein, aber ich habe furchtbare Berichte über die Lage am Mietmarkt für Familien in Kanada gesehen. Mein Realitäsferne-Index: 8 von 10.
Seite 6, ‚“Unterschätzt zu werden, ist gar nicht so schlecht“ / In Davos weist der deutsche Digitalminister Kritik am Technologie-Standort Deutschland zurück. Und erklärt seine ambitionierten Ziele, um den Staat zu modernisieren‘.
Gut, wer wußte vor meiner Besprechung, daß das Interview mit Karsten Wildberger ist?
Nun, immerhin hat er offenbar „mit Frankreich beim Gipfel zur digitalen Souveränität 18 Konsortien aus kleinen, mittleren und großen Unternehmen gebildet“. Das hätte ich auch getan. Deutschland muß mit Frankreich zusammenarbeiten, das ist in meinen Augen eine conditio sine qua non. Insofern halte ich mich mit meiner Kritik zurück, er hat wohl mit dem „Ceconomy“-Verkauf – den ich für einen kapitalen Fehler halte – an chinesische Investoren nichts zu tun. Aber das kann ich im Grunde nicht sagen.
Seite 7, „Jamie Dimons vorsichtige Trump-Kritik“. Sehr schön sein Satz „Journalisten hätten ihn aber in diesen Angelegenheiten nie nach seiner Meinung gefragt“, über die „schrecklichen Dinge“, die Joe Biden „in der Innen- und Außenpolitik getan“ habe. Das ist in meinen Augen mit das nächste, was unbedingt angepackt werden müßte, die erzwungenen Rücktritte aller Personen in der ersten und zweiten Führungsebene bei den „GEZ“-Medien und den „NGO“-Medien. 70 % der Personen in meinem Umfeld sind erschreckend schwach informiert. Wenn mich nicht alles täuscht, hat D.T. die Bank verklagt wegen „Debanking“ und es könnte sein, daß dies die Bank die Existenz kostet.
Rechts unten auf S. 7 eine Anzeige – auf Englisch – einer Unternehmensberatung. Wieder mal ein Claim „So you can“. Nicht mehr „we can“, sondern „you can“, sozusagen eine Re-Individualisierung der Obama-Zeit, wenn man gehässig sein möchte,
Seite 8, „Bessent: Sewing distanziert sich von Strategie“, zu der Thematik „europäische Investoren könnten US-Vermögenswerte abstoßen.“ Realitätsferne in meinen Augen: 10 von 10.
„Märkte“, der Artikel ist gut, hätte aber besser und strukturierter sein können. „Bitcoin […] fiel unter 90000 Dollar“.
Seite 10, „Bundesregierung und BDI stutzen Wachstumsprognose“.
Der BDI ist in meinen Augen aktiv mit beteiligt an der gegenwärtigen Lage. Offenbar hat er auch das „Sondervermögen“ gefordert. Das kann ich nicht fassen. Das ist in meinen Augen keine Industriepolitik, Schulden zu machen, die Kinder als zukünftige Steuerzahler zu belasten. Auch beim BDI müßten die ersten beiden Leitungsebenen ausgetauscht werden in meinen Augen, damit nicht auf den „Staat“ rekurriert wird als Helfer.
Meine Vorschläge:
- die Körperschaftssteuer wird für Unternehmen bis 5 Mitarbeiter und 1 Million Euro Jahresumsatz komplett abgeschafft
- der „Solidaritätszuschlag“ wird komplett abgeschafft
- die staatlichen Subventionen für Großunternehmen werden komplett abgeschafft – denn kleine Unternehmen können nicht mit Unternehmen konkurrieren, die gepäppelt werden
- bei Umsatzsteuererstattungen über 10000 Euro wird automatisch geprüft, denn „ehrliche“ Unternehmen können nicht mit Umsatzsteuerkartellen konkurrieren.
- kleine Unternehmen müssen nur noch ein Mal im Jahr sämtliche Steuererklärungen abgeben, Voranmeldungen sind nur noch freiwillig
etc. Ich habe immer wieder das Gefühl, daß viele den Ernst der Lage noch nicht erkannt haben.
Deshalb sind von derartigen Personen auch keine Lösungen zu erwarten.
Seite 12, „Wir können uns auch stärker auf Grönland engagieren“. Realitätsferne in meinen Augen: 10 von 10.
Deutschland hat ja systematisch in meinen Augen die eigene Wehrfähigkeit zerstört. Seitdem ich vor Jahren schon gelesen habe, daß die Bundeswehr ihre eigenen Kasernen nicht mehr selbst bewacht (ich glaube, das ist immer noch so), weigere ich mich, ernsthaft mir derartige Sprüche anzuhören.
Rechts unten Werbung der Telekom mit dem „iPhone 17 PRO“. Das spricht Bände.
Links noch ein Artikel „Widerstand gegen Palantir wächst – wegen Trump“. Nun, in meinen Augen haben hier die Gerichte schon lange kolossal versagt. Man kann sich im Grunde nur kaputtlachen über das Ausmaß an Naivität, das hier immer wieder zur Schau gestellt wird. Glaubt denn jemand ernsthaft, daß eine „Analyse“ deutscher hochdelikater Datenbanken nicht den US-Eigentümern der Firma irgendwie zugänglich gemacht werden könnte? Haben die Zuständigen noch nie den „US Cloud Act“ gelesen und was er wirklich bedeutet? Es kann nicht meine Aufgabe sein, grundlegendes, wirklich grundlegendes Wissen zu vermitteln. Eine Position sollte in meinen Augen eben nicht aufgrund von „DEI“-Kriterien besetzt werden, sondern weil der Positionsinhaber etwas „weiß“ und etwas „kann“. Das ist aber nicht mein Job, ihm das beizubringen (wie als Hochschulmitarbeiter meinen Studenten), sondern sein Job, sich das vorher anzueignen. Sonst haben wir „Entscheidungen unter Unsicherheit“, das ist in der BWL sauber ausgearbeitet worden, was das impliziert, auch in der Soziologie. Und man kann doch nicht auf der einen Seite gegen Peter Thiel Stimmung machen, aber auf der anderen Seite ihm deutsches Steuergeld geben? Man kommt aus dem Staunen wirklich nicht mehr hinaus. Die Justizministerin Stefanie Hubig muß hier auch mehr wissen als ich, denn nach meinem Kenntnisstand wird „Palantir“ sehr wohl bereits innerhalb der „BRD“ eingesetzt. Wenn sie das nicht möchte, muß sie es verbieten. Ober sticht Unter. Ganz einfach. Jeder Schafkopf-Spieler weiß das, sie kann gerne einmal bei unserer Kartenrunde mitspielen, dann erkläre ich ihr die Regeln. Die Palantir-Posse zieht sich schon seit Jahren.
Der tiefere Grund ist in meinen Augen, wie bei aller IT, der mangelnde Wille der deutschen Politik seit Jahrzehnten, deutsche Software entwickeln zu lassen. Das weiß ich zufällig ganz genau, weil ich in dieser Szene mich bewege und immer wieder beobachtet habe, wie öffentliche Stellen US-Software gekauft haben, Kunden US-Software gekauft haben und z.B. auch Universitäten US-Software gekauft haben. Und wie viele konkrete Programmieraufträge ich erhalten habe. Softwareentwicklung ist sehr teuer, das weiß jeder, der schon einmal Softwarearchitektur betrieben hat.
Jetzt haben wir keine PC-Produktion mehr in .de (Augsburg ist zu, Siemens ist diesbezüglich „tot“), keine RAM-Baustein-Produktion in Deutschland (Infineon hat sich zurückgezogen) und eigene Prozessoren hatten wir sowieso nur kurz. Dafür aber Umweltauflagen, daß jeder, wirklich jeder, bei „PCB Way“ bestellen muß, gefertigt wird dann wohl in China. Die Mehrheit hat es so gewollt, die Mehrheit hat diesen Kurs in Wahlen immer wieder bestätigt, jetzt dann sich zu beschweren halte ich für bigott und heuchlerisch.
Was getan werden müßte, somit hier meine (c) Vorschläge – schon seit Jahren:
- Privatisierung der „Deutschen Post“ rückgängig machen: Die Telekom, die Postbank und die Briefpost werden wieder verstaatlicht, 51 % halten Bund und Länder, 49 % im Streubesitz (nur deutsche Staatsangehörige), maximal 5 % „Ausländeranteil“ (dazu gehören auch „neue deutsche Pässe seit 2015“). Die Telekommunikation und auch der Versand müssen soweit wie möglich kontrollierbar sein, deshalb ist dieser Schritt in meinen Augen unumgänglich.
- Es werden „nationale Sicherheits-Kriterien“ angelegt und Infineon wird teilverstaatlicht, nur noch 49 % dürfen in den Streubesitz, davon 5 % „NOFORN“, 51 % halten Bund und die Freistaaten Bayern und Sachsen
- Es wird „DDR3“-RAM produziert. Man braucht kein DDR4-RAM für funktionierende Rechner, in meinen Augen ist der „KI-Hype“ das, wie ich es schreibe: Ein Hype.
- Es wird eine eigene Galvanik und Leiterplattenfertigung an vier Standorten auf dem Gebiet der BRD aufgebaut: Bayern, Sachsen, Saarland, Mecklenburg-Vorpommern
- „Devuan Linux“ wird geforkt und 100 fähige deutsche Programmierer aus der Open-Source-Szene erhalten E12 und entwickeln ein deutsches Linux. Vorher noch „Kimble“ fragen, welche Teile vom Linux-Kernel er für „schwierig“ hält (ich z.B. würde „tcp.c“ komplett neu schreiben, ich habe es einmal mir für einen Kunden angesehen, ich halte es für „schwierig“, um es einmal so zu schreiben). Auf dieser Grundlage wird sämtliche Behördensoftware und Software für die öffentliche Verwaltung und die öffentlichen Stellen neu geschrieben.
Es ist doch ein Witz, wenn ich keine deutschen Umlaute verwenden kann oder deutsche Sonderzeichen bei der Software der öffentlichen Verwaltung! Nein, das ist nicht mehr ein Witz, das ist die Bankrotterklärung! Und ich kann es belegen, wer es nicht glaubt, 100 Euro flat.
Seite 14, dann er Artikel „Merz und Meloni – eine neue Achse in der EU?“. Hier mit Fragezeichen, auf Seite 1 klang das anders. Bei Merz hat man immer das Gefühl, er beugt sich – fast wie Kafka – zum Gesprächspartner hinunter. Der Artikel freut mich, weil endlich – schon das zweite Mal – Frankreich in diesem Handelsblatt thematisiert wird, was ich lange vermißt habe. Wie sich das entwickelt, wird man sehen. Fakt ist in meinen Augen, daß in Italien mit Frau Meloni die innovativste Politik in Westeuropa stattfindet. Nach einer Serie schlimmer Verbrechen hat Italien als erstes Land offen die in meinen Augen höchstproblematische Migration beendet. Es war durch seine Lage auch in meinen Augen lange „alleine“ gelassen worden, von „Frontex“ hört man auch nichts mehr, ich weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist. Ich halte nichts von der zynischen Vorgehensweise, Barrieren zu errichten oder Schiffe mit kleinen Kindern abzuweisen. Natürlich müssen diese Flüchtlinge alle geborgen und gerettet werden. Dann werden die Fingerabdrücke erfaßt und die Kosten zugeordnet. Wie man es in der BWL kennt. Dann werden die Flüchlinge wieder zurückgebracht, wo sie herkamen – und diese Kosten werden auch berechnet. In der Kneipe ist ja auch der Wirt verantwortlich, wenn er Alkohol weiter ausschenkt („Gastwirt-Fall“, BGH 2019). Wenn die Sozialkosten individuell zugerechnet werden und zurückbezahlt werden müssen, hätten in meinen Augen Entwicklungen, wie sie in Deutschland entstanden sind (Vermögen bei Bürgergeldempfängern) gar nicht erst entstehen können. Hier wird man auch lange aufarbeiten müssen, wie es eigentlich zu dieser Politik kommen konnte, wer davon profitiert hat und die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen werden müssen und – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – sich finanziell an der Wiedergutmachung des Schadens beteiligen müssen (z.B. Abzüge bei der Pension oder dem Ruhegehalt).
Seite 15, „Europa sollte mit anderen Mittelmächten Trump trotzen“, von „Daniela Schwarzer ist Vorständin der Bertelsmann-Stiftung“. Hierzu meine Meinung: Realitätsferne 10 von 10. Ich habe nicht im Blick, wann die Bertelsmann-Stiftung vom Kurs abgekommen ist. Soweit ich mich erinnere, ging es einmal um die Förderung der Marktwirtschaft. Inhaltlich zu dem Artikel: Ich habe den Überblick vergessen, gegen wen Europa jetzt alles ist: Rußland, Arabien („One Love Binde“), China (Tibet und die Uiguren), jetzt auch noch die USA. Langsam werden es mehr „Feinde“, als Deutschland im zweiten Weltkrieg hatte und – falls man sich nicht erinnert – der ging mit der „bedingungslosen“ Kapitulation zu Ende. Ich habe lange nicht verstehen können, wie Deutschland sich in zwei Weltkriege hineinziehen lassen konnte, die verlorengehen mußten. Man sehe sich einmal die Landkarte an. Das lernt man nicht in der Schule, das muß man sich schon selbst anlesen. Mit „Dünkirchen“ können nur 5 % meiner Gesprächspartner etwas anfangen, ich lasse das Wort oft beiläufig fallen und beobachte, wer wie reagiert. Nun denn, nach Sun Tzu genügt ja abwarten. In Österreich wurden 70000 Kinder geboren. Da kann man vermuten daß vielleicht 30000 „Österreicher“ waren, der Rest „2015-Österreicher“. Das bedeutet, es wird kippen und zwar viel schneller, als fast alle denken. Die Baby-Boomer zählen vielleicht noch zur Statistik, wie auch die Altenheimbewohner, das „Stadtbild“ wird nach meinen Forschungen anders aussehen. Dann gibt es bald nur noch sieben Millionen Österreicher und vielleicht zwei Millionen sind „Austrian natives“ oder wie immer man das nennen möchte. Irgendwann könnte es, wenn alle so weitermachen, dazu kommen, daß „Reservate“ ausgewiesen werden müssen, wie bei dem großen Vorbild, gegen das man sich ja wendet.
Auf Seite 16f dann sozusagen der Gegenentwurf zu den Seiten vorher, „Türöffner zu Trump“. Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Ich wußte nicht, daß Christian Angermayer die deutschen Buchrechte von Trump gekauft hatte. Aber ich habe „The Art of the Deal“ gelesen, wie sonst auch kaum jemand in meinem Umfeld und ich hatte auch für möglich gehalten, daß er die die erste Wahl gewinnen werden würde. Insofern ein lesenswerter Artikel. Es hat aber natürlich ein „Gschmäckle“, wenn man irgendwie Zugang zur Trump-Administration erhalten möchte und wie geschildert wird, wie und über wen das konkret läuft. Und wieder – dieses Mal hat ein Gast die Rolle – die Erwähnung „Hitler“. Es ist trotzdem fast ein Wunder, daß er im Handelsblatt so veröffentlicht wurde, die deutsche Politik wird recht unverhohlen kritisiert, auch die aktuellen Spielfelder, bei denen Deutschland es meisterhaft geschafft hat, sich selbst aus dem Spiel zu nehmen.
Seite 18, „Meinung & Analyse“, „Donald Trump / So wirr wie eh und je“, vom „Chefautor“. Muß man nicht lesen, man weiß ja schon seit zehn Jahren, was drinsteht.
Dann meine Lieblingsspalte, „Außenansichten“:
- „Neue Zürcher Zeitung“: Kämpfe in Syrien, Kurden, IS
- „Independent“: US-Zölle, Grönland, „Koalition der Willigen“ [imho unrealistisch, 10 von 10]
- „Tages Anzeiger“: Boykottaufruf der Fußball-WM in USA, Kanada, Mexiko
Dieses Mal in meinen Augen etwas unglücklich ausgewählt, vielleicht die Urlaubsvertretung (?).
Seite 20, „Europa fehlt kein Kapital, sondern Renditepotenzial“: „US-Investoren öffnen jungen Firmen den großen US-Markt. In Europa aber existiert kein echter Binnenmarkt, argumentieren Antonin Bergeaud, André Loesekrug-Pietri und Jean Tirole“.
„Die Folge: Keines der 20 größten Tech-Unternehmen und keines der 20 am höchsten bewerteten Start-Ups hat seinen Sitz in Europa. Die Realität sind 27 Regulierungen, Steuersysteme und Behörden“.
Das ist absolut zutreffend. Ein starker Artikel! Hut ab! Drei Franzosen zeigen auf, was jeder, der sich halbwegs mit Statistik auskennt, weiß.
Der Artikel könnte von mir sein. Er greift aber zu kurz. Bei den Beispielen wird auf das Ausland („die Deutschland AG aufhört, die Übernahme der Commerzbank durch eine italienische Bank zu blockieren“) verwiesen, aber die französisch-deutsche Allianz, die am Scheitern ist, bei den Flugzeugen, ausgespart.
Die EU hat in meinen Augen nur noch dann eine Berechtigung, wenn sie dafür sorgt, daß ich eben nicht meine Software übersetzen muß, wenn sie in Bulgarien eingesetzt wird und ich auch nicht haften muß. Daß ich nicht am französischen Abfallentsorgungssystem mich anmelden muß, wenn ich über „amazon.de“ etwas dorthin verkaufen will. Denn ich habe mich entschieden wie wohl viele andere Unternehmer auch: Ich exportiere einfach nicht mehr nach Frankreich. Es gibt auch kein einheitliches EU-Päckchen-Porto, das bräuchten aber Kleinunternehmer für den Versand. Ich erhalte meine Umsatzsteuer nicht „einfach“ zurück, sondern muß irgendwo einen Antrag stellen.
Es ist halt so, ich habe es ja oft erlebt: Die „Angestellten“ denken, „ach, Sie sind selbständig? Dann haben sie ja Zeit“.
Es ist fast alles so eingetreten, wie ich es vorhergesagt hatte, ich habe mich nur in einem entscheidend getäuscht: Ich hätte nicht gedacht, daß die deutsche Mittelschicht ihren eigenen Untergang herbeiwählen würde – und bei den Wahlen immer wieder bestätigen würde. Jetzt kommt die Realität mit Wucht.
Und, äh, natürlich muß Bayern dafür sorgen, daß eine große Bank in bayerischer Hand ist. „Nationale Sicherheit“ gilt auch für große Staaten. Die Commerzbank nach Italien: Gut. Aber die „Bayerische Vereinsbank“ müßte nach meinem Dafürhalten wieder aus der Unicredito herausgelöst werden. 51 % Freistaat Bayern, 10 % Ausland, Rest deutscher Streubesitz wäre meine Vorgabe.
Seite 22, „Tesla-Gigafabrik verliert rund 1700 Arbeitsplätze“.
Meine Meinung: Wegen der Wasserproblematik hätte diese Fabrik dort nie gebaut werden dürfen. Außerdem hätte die Fabrik nie über deutsche Steuermittel subventioniert werden dürfen. Die CO2-Zertifikate sind in meinen Augen auch eine Subvention für „Tesla“ und hätten schon lange abgeschafft werden müssen.
In meinen Augen zeigte die deutsche Politik seit Jahren bei der Thematik „E-Mobilität“ eine beeindruckende Realitätsferne, 10 von 10. Man hat die eigene Industrie durch Regulierungen und Verbote zerstört. Soweit ich informiert bin, ist Deutschland nicht in der Lage, die benötigten Batterien selbst herzustellen. Die Rohstoffe müssen auch importiert werden. Wie steht es mit der Entsorgung und dem Recycling? Ich kenne keine Fabrik in Deutschland, die die Rohstoffe fachgerecht wieder zurückgewinnen könnte. Ich freue mich über Kommentare aus der Leserschaft, wenn ich hier falsch läge. Man macht sich abhängig von“seltenen Erden“, Rohstoffen, die meines Wissens nach zu einem großen Teil in China gewonnen werden. Wie ist es mit dem umweltverträglichen Abbau von Kobalt? Und der „Lieferkette“? Das ist alles im Grunde so unfaßbar, daß in meinen Augen schon die Grenzen der Strafbarkeit erreicht sein dürften. Ich hoffe, daß die Zeit kommen wird, an dem dies akribisch aufgearbeitet werden wird und die Verantwortlichen finanziell sich am Schaden beteiligen werden, z.B. an der Kürzung der Pension.
Meine VWL-Professorin war entschieden gegen jede Art von staatlichen Subventionen. Ich habe ihre Position zu einem großen Teil übernommen, auch ihre Argumentation. Der Markt sollte entscheiden. Das wurde hier mißachtet. Unfaßbare Mengen an Steuergeld wurden so letztlich vernichtet, die Bevölkerung verarmt, es wollen nur nicht alle sehen, ich führe gerne eine Stadtführung durch München durch und zeige die Obdachlosen, den Geruch in der U-Bahn wie in New York der 90ger, den Müll und Unrat in Parks und am Straßenrand, die Bauruinen, die geschlossenen Geschäfte, die „zu verkaufen“-Schilder vor den Immobilien, den Zustand der Schultoiletten und der Schulgebäude, der Straßen, die gesperrten Brücken, die Obdachlosen in den Wartehäuschen am Ostbahnhof und am Hauptbahnhof am Gleis. Es kann doch nicht sein, daß ich der einzige bin, der das sieht und beschreibt!
Seite 24, ein wichtiges Thema, „Investoren in Kanzleien – Kodex soll Streit beenden / Der Konflikt um den Einstieg von Private Equity bei Steuerberatern und Steuerprüfern hält an. Ein neuer Lösungsvorstoß richtet sich direkt an Kanzler Merz.“
Hier hat die Aufsicht – welche auch immer – in meinen Augen jahrelang geschlafen. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, evtl. in einigen Jahren, wenn eine bestimmte gerichtliche Auseinandersetzung geendet hat.
Seite 26, „Italien verhandelt über Verkauf von Stahlwerk / Für das ehemals größte Stahlwerk Europas wird ein Käufer gesucht. Nun gibt es einen interessierten US-Investor. Doch geht es ihm überhaupt vorrangig um die Stahlproduktion?“.
Mit der Stahlbranche habe ich mich jahrelang beschäftigt, nicht nur als ehemaliger „Babcock“-Aktionär. Die Branche ist schwierig. Der Artikel ist sehr gut. Ich würde das Werk wegen der Hafen-Problematik nicht verkaufen, sondern es in staatlicher Hand behalten. Auch den Rechtsstreit mit „Arcelor-Mittal“ würde ich abbrechen. Statt dessen das Werk weiterführen, minimal (also kaum Zeit- und Kapitalaufwand) modernisieren und durch Zölle den Stahlpreis erhöhen, so daß sich das Werk wieder trägt. Außerdem würde ich mir die Mitarbeiter genau ansehen und gegebenenfalls das Leitungspersonal umbesetzen – aber aus der eigenen Mannschaft, denn diese kennt das Werk am besten, niemand von außen. Am besten nur Italiener („nationale Sicherheit“). Ich bin gespannt, was Frau Meloni letztlich hier unternehmen wird.
Seite 27, „Am Ende kommt die große Rechnung / Vodafone, Volkswagen, Tiger Global: Sie alle erhielten eine unerwartete Milliarden-Dollar-Rechnung vom indischen Fiskus“.
Ich zitiere aufgrund der aktuellen Rechtslage in Deutschland lieber nichts aus diesem Artikel, evtl. auf meinem US-Substack. Jedenfalls halte ich es für sehr interessant, daß gerade Indien hier tätig wird, denn die „K-Wirtschaft“, also „die Reichen werden immer reicher und die Armen werden immer ärmer“ und mir scheint „Indiens Supreme Court“ ist hier etwas großem auf der Spur. Die USA werden folgen und – meine Prognose – unter den letzten werden die deutschen Gerichte sein.
Jedem, wirklich jedem, muß doch klar sein, daß, wenn die Stichworte „Mauritius“ oder „Cayman Islands“ fallen, man als „normaler ehrlicher Selbständiger“ keine Chance mehr hat gegen Großkonzerne. Das Gebot der Chancengleichheit und der Sittenwidrigkeit hätte derartiges Gebaren schon lange unterbinden müssen. Somit kann auch jeder, wirklich jeder, sich ein realistisches Bild der aktuellen Rechtsordnung machen. Staatliche Organe haben sich in meinen Augen hier mitschuldig gemacht und ich kann nur immer wieder prophezeien, der Tag der Aufarbeitung wird kommen (meine Vermutung: Es geht von den USA aus und kommt dann zwei Jahre später nach Europa, wie bei fast allem) und – gegebenenfalls – die Beteiligung an der Wiedergutmachung und der Schadensminderung, bis zum Vermögenseinzug.
Seite 28, „VW will jetzt Autos recyclen“. Sehr schön. Es wird in meinen Augen höchste Zeit. Vielleicht könnte man die Ersatzteile verkaufen? Was man so munkelt, gibt es Probleme bei der Ersatzteillieferbarkeit bei einer anderen deutschen Autofirma. Es wundert mich, daß ich das weiß, aber keine große Zeitung bisher darüber berichtet hat. Da hatte schon jemand in meinem Umfeld die Vermutung, das gehört zum „E-Autos-schmackhaft-machen-Paket“.
Dann einige Artikel, die ich lieber überspringe (KI, „Wohnselect“, Berkshire erwägt Ausstieg bei Kraft Heinz, „Seit der Fusion hat die Kraft-Heinz-Aktie rund 70 Prozent an Wert verloren“ – ich selbst war immer Fan von Kraft-Ketchup, kaufe es aber nicht mehr, seitdem es nur noch die Plastikverpackung gibt), „Wenn Luxus zum Ladenhüter wird“, seit über zwei Jahren ist mir das bekannt und schon kommt ein entsprechender Artikel zum Immobilienmarkt“, hört hört äh leset leset“.
Zusammenfassend: Eine eher bessere Ausgabe. Zwei Mal etwas zu Frankreich oder französischen Ansichten. Auch Italien. Leider nichts zu Polen. Gar nichts zu Gold, Silber und den Edelmetallen. Auch nichts zur Staatsverschuldung. Beim „Handelsblatt“ fehlt mir nach wie vor die volkswirtschaftliche große Perspektive. Und eine realistische Einschätzung der aktuellen Lage. Nein, es ist kein wirkliches Wirtschaftswachstum, wenn der Staat „Sondervermögen“ schafft. Das ist genau das Gegenteil. Das sollte eine Wirtschaftszeitung eigentlich permanent anprangern. Es ist irgendwie immer „Krise“, sozusagen die „permanente Krise“, die Krise als Dauerzustand. Damit muß man professionell umgehen können.