Vorab: Dies ist meine Meinung, überspitzt, hat Züge einer Glosse, einer Karikatur, einer Überzeichnung. Dieser Artikel wurde nicht mit „KI“ erstellt. Es ist absolut verboten, diesen Artikel in irgend einer Weise kommerziell zu verwenden, dazu benötigen Sie eine Lizenz, die nicht kostenfrei zu erhalten ist. Mehr unter http://www.hinner.com und meinen „FAQ“ und „AGB“.
Haupttitel: Bild von D.T., „Zollstreit drückt Börsen“ – „Die EU will eine Eskalation mit den USA wegen Grönland vermeiden, bereitet sich aber auf einer harte Auseinandersetzung vor. Das treibt die Märkte ins Minus“.
Diesen Kausalzusammenhang kann ich nicht nachvollziehen, aber gut.
Diese Thematik auch als „Thema des Tages“ auf S. 4 und 5. Der Kauf von US-Staatsanleihen sollte meiner Meinung nach eher langfristig analysiert werden, denn die USA haben nach meiner Einschätzung ein Interesse an einem schwachen US-$. Die Wechselkurspolitik spielt hier eine sehr große Rolle.
S. 6: ‚“Ein Eigentor“ – USA tragen Zölle laut Studie selbst‘. Offenbar eine Studie des „Kiel-Instituts für Weltwirtschaft“. Nun, wenn das die wissenschaftliche Analyse ist, dann sage ich: Abwarten. Die Ziele der USA sind hier völlig klar: Eigene Kompetenz aufbauen. Man weiß gar nicht, ob man bei einem derartigen Artikel lachen oder weinen soll. In meinen Augen zeigt sich aber eindeutig eine große Problematik bei der volkswirtschaftlichen Einschätzung staatlicher Politik und eine realistische Sichtweise der deutschen Politik der letzten 20 Jahre. Erst, wenn drei oder vier Millionen Arbeitslose sich nicht mehr leugnen lassen, der Staatshaushalt am absoluten Limit ist und Massenproteste die Straßen füllen, wird klar werden, daß der massive Abbau von Arbeitsplätzen des „ersten Arbeitsmarkts“ – den Deutschland in meinen Augen gerade erlebt – in den USA nicht nur gestoppt wurde, sondern hier die Wende eingeleitet wurde. Natürlich haben die Zölle auch negative Effekte. Man wird sehen, wer hier recht behält.
Seite 8, „Grönland-Streit schadet Trump in Umfragen“. In meinen Augen auch kurzfristig. Abwarten. Die USA werden sich nach meiner Einschätzung hier durchsetzen – und notwendig ist dies in meinen Augen auch nur geworden, weil die EU eher „Verwalter“ und kaum „Gestalter“ hervorgebracht hat in den letzten 20 Jahren.
Immerhin muß man sagen, immerhin, druckt das Handelsblatt „Lars Felds Ordnungsruf“ ab, „Die Grönland-Falle“ ab, mit dem Rubrum „Während die USA mit Zöllen drohen, bleibt Europa militärisch und wirtschaftlich abhängig. Von einem Gegenschlag zu sprechen, ist das eine – doch es braucht Handlungsfähigkeit“. Dem Artikel stimme ich zu. Nicht uneingeschränkt, aber weitgehend.
Auf Seite 10 und 11 eine Doppelseite „Deutschland verfehlt Ziel für grünen Wasserstoff“. Wer sich intensiv mit dieser Materie beschäftigt hat und noch in Erinnerung hat, daß Züge stillgelegt werden mußten, weil Wasserstoff fehlte, fragt sich, was das „Handelsblatt“ geritten haben mag, diesen Artikel abzudrucken. Damit sinkt das Kompetenzbarometer um ein Dezil. Deutschland hätte in meinen Augen schon vor 10 Jahren aus dem Thema „Wasserstoff“ aussteigen sollen, für die Subventionen war im Grunde das Geld nie da. Für vieles war das Geld nicht da, wenn man sich die Neuverschuldung der letzten Jahre ansieht und cp das „Wirtschaftswachstum“ der letzten Jahre graphisch dagegen aufträgt.
Seite 12, „Dobrindt warnt vor Risiken vernetzter Autos aus China“. Sehr gut. Aber zehn Jahre zu spät. Immerhin wird langsam meine Meinung übernommen. Jeder in der IT, der sich mit Netzwerktechnik auseinandergesetzt hat und eine außenpolitische „Ader“ hat – man muß nicht unbedingt die „Operation Mincemeat“ kennen, konnte schon vor vielen Jahren zu diesem Schluß gelangen. Ein einfacher deduktiver Schluß. Diese in meinen Augen zu lange anhaltende nahezu unfaßbare Selbstüberschätzung und Realitätsferne der Deutschen hat die Ausgangsposition immer weiter verschlechtert.
Seite 14, „Kurden verlieren Ölfelder“. In Syrien spielt sich ein Drama ab – dies bedarf einer eingehenden Analyse, mir ist nicht klar, ob die deutsche Politik hier noch den Überblick hat.
Seite 16, „Bundesregierung fördert E-Autos mit bis zu 6000 Euro“. Hierzu habe ich meine Position schon oft geschrieben. In meinen Augen eine weitere spektakuläre Fehlentscheidung. Meiner VWL-Professorin wird dies nicht gefallen. Vielleicht habe ich mir ihre Position „absolut gegen Subventionen“ auch zu sehr zu eigen gemacht. Die BWL-Professoren waren hier konzilianter. Nun gut. Sinnvoll wäre es vielleicht gewesen, daß der Bund deutsche Elektro-Busse für den Nahverkehr kauft und dann die Nahverkehrsbetriebe im Gegenzug Ü60 kostenlos fahren lassen.
S. 17, „Er bring Vietnam den Boom – und will noch mehr Macht“ – über To Lam. Ein schöner Artikel. Sachlich, informativ, undogmatisch. Journalismus wie er sein sollte. Seinsaussagen und keine Sollensaussagen.
Seite 18, ‚US-Präsident macht China „great again“‚. Mir sind die Belege in dem Artikel nicht klar geworden, der Autor weiß wohl nicht, wofür CVN steht, muß er auch nicht, die USS Carl Vinson muß man ja auch nicht kennen und die anderen äh wieviele noch einmal? Hier wird in meinen Augen China hochgejazzt auf T komm‘ raus, wahrscheinlich auf einem US-Rechner auf einem US-Betriebssystem, der mit US-Netzwerktechnik übermittelt wurde. Aber gut. Dieser Artikel gibt noch einmal ein Dezil Abzug im Kompetenzbarometer.
Seite 19, ebenfalls „Meinung“, zwei gute Artikel: Äh ein guter; der erste das übliche Trump-Bashing, „Trumps Traum von der Ewigkeit“. Man hat das Gefühl, es gibt nur noch „Trump“ und die Echos wissen gar nicht, daß sie es auch einmal lassen könnten und einen Artikel schreiben könnten z.B. zur deutschen Werftenlandschaft. Artikel darüber sind seit über 20 Jahren überfällig – als ich das erste Mal sagte „bevor ihr mit Subventionen die Werften über Wasser haltet, laßt doch Schiffe bauen für maritime Forschung“. Aber egal. Tempi passati.
Der zweite Artikel, „Prämie mit Nebenwirkungen“ zu der E-Autos-Subvention ist gut. Klar geschrieben. Der Autor greift drei Punkte heraus und ihm ist zuzustimmen. Plus 5 Punkte.
Die große Stärke des „Handelsblatts“ in meinen Augen ist die „Presseschau“, hier „Außenansichten“ genannt. Es kommen „la Repubblica“, „The Age“ und „MK“ zu Wort. Dem oder der Verantwortlichen (ich kann mir gut vorstellen, daß es eine Frau sein könnte) sollte man das Gehalt verdoppeln und er / sie sollte eine Doppelseite füllen. Hut ab und auf. Plus 20 Punkte im Kompetenzbarometer. Man muß ja nicht zustimmen, es ist ja „Meinung“, aber die Auswahl ist „klasse“, wie ein guter alter leider zu früh verstorbener Freund von mir sagen würde.
Seite 20 ein Artikel zur KI, ich kann es nicht mehr lesen, KI ist die neue Blockchain äh Alt-Coin.
Seite 22 dann der Grund, warum ich diese Analyse überhaupt angegangen bin. Ein Interview mit Ralph Dommermuth: „Es ist nahezu unmöglich, den US-Vorsprung aufzuholen“: „Der Internet-Milliardär und Chef von 1&1 spricht über digitale Abhängigkeit, den Risikofaktor Trump – und warum er trotzdem Milliarden in ein eigenes 5G-Netz steckt.“
Vorab: Ich kenne ihn nicht persönlich und erhalte für meine Eloge auch kein Geld von ihm. Er hat in meinen Augen jeden Euro von seinen Milliarden verdient.
Auch meinen Kunden empfehle ich oft Produkte von seinen Firmen.
Er hat in meinen Augen mit seinen Aussagen vollkommen recht. Er antwortet zurückhaltend, aber bestimmt in der Sache.
Eigentlich hätte er gut Digitalminister werden können, könnte ich mir jedenfalls vorstellen. Wenn ich Kanzler bin, würde ich ihn berufen als Digitalminister.
Warum er sich den ganzen Streß in seinem Alter (62) noch antut, verstehe ich nicht, aber gut. Daß er noch gegen die Bundesnetzagentur klagen muß, kann ich gar nicht fassen. Der Wirtschaftsminister sollte in meinen Augen hier tätig werden und die Frequenzverlängerung fair neu gestalten mit „Ober sticht Unter“. Aber vielleicht kann er kein Schafkopf. Er hätte es gar nicht so weit kommen lassen dürfen. Eigentlich sollte das absolute Chefsache sein. In meinen Augen wäre allein dies ein Grund, den Wirtschaftsminister zu wechseln. Man fragt sich langsam, ob die politische Führung Deutschlands den Ernst der Lage inzwischen auch nur annähernd erfaßt hat.
Seite 24, wieder ein KI-Artikel, „Große Enttäuschung über Künstliche Intelligenz“. Ich habe dazu schon oft geschrieben, was ich denke.
Seite 26, „Wettlauf um das erste KI-Medikament“. Nun gut. Realitätsnah wäre in meinen Augen, eine Aufarbeitung der „Corona“-Impfung bei Kindern. Dann kann man hier weiterreden. Die Krankenversicherungskosten gehen durch die Decke, hüben wie drüben, es ist zuviel Geld im System ganz offensichtlich. Eine komplette Neustrukturierung täte hier not, die Krankenversicherungskosten müssen um zwei Drittel fallen. Dies wird nach meiner Einschätzung auch irgendwann geschehen, „so oder so“. Abwarten.
In meinen Augen müssen 90 % der Bürokratie weg. Ersatzlos streichen. Weil „viel von der EU“ kommt, wie immer wieder behauptet wird, dann eben das, was nicht von der EU kommt.
Seite 27, ein Artikel zu den Vorgängen bei der „Welt“. Diese Zeitung war vor zehn Jahren in meinen Augen sehr gut, hat aber vielleicht zuwenig „Liebe“ gehabt oder „Herzblut“ oder wie auch immer, jedenfalls irgendwie den Focus verloren. Woran das liegt, weiß ich nicht, mehr möchte ich dazu auch nicht schreiben.
Seite 28, ein Artikel zur Bundeswehr, „Zugriff auf die größte Flotte an Aufklärungssatelliten“. Positiv abwarten. Aber an sich: Es muß offenbar Know-How von außen zugekauft werden. Dies könnte ein Zeichen der Versäumnisse der letzten 20 Jahre sein.
Seite 29, „AMS-Osram gewinnt finanziellen Spielraum“, „Das hochverschuldete Unternehmen löst einen Teil seiner Pensionsrückstellungen auf. Im Hintergrund laufen Verhandlungen mit einem großen deutschen Konzern über den Verkauf von Geschäftsanteilen“. Ich war immer ein großer Fan von Osram, alleine wegen des Namens. Sehr schade in meinen Augen, wie sich die jüngste Geschichte darstellt. In München gibt (oder gab) es auch die schöne Werbung „Osram – hell wie der lichte Tag“.
Seite 30,“Bereichern sich die Wirte am Steuerrabatt?“ – ein in meinen Augen etwas seltsamer Artikel. Ich habe mich in den letzten Jahren lange und oft mit Wirten und „in der Gastro“ tätigen unterhalten, die Luft ist sehr dünn geworden.
Zu den anderen Artikeln, „Märkte“, auch über Firmen, möchte ich nichts weiter schreiben.
Resüme, Einschätzung und Verbesserungsvorschläge: Kein Artikel zu Frankreich. Das sollte man ändern. In jeder Ausgabe sollte ein Artikel zu Frankreich sein – ich bin an sich kein EU-Fan mehr, aber Deutschland und Frankreich müssen sich in meinen Augen aufeinander abstimmen, wenn die EU wieder nach oben soll.
Das Format ist gut, die Schriftart ist gut, das Papier ist gut, das Papier riecht gut (in meinen Augen sehr wichtig), das Blatt hätte mehr Aufmerksamkeit und Anzeigen verdient.
Den gedruckten Aktienteil würde ich ausweiten. Denn das ist ja die Stärke von Papier, man kann gleichzeitig Vergleiche ziehen. Warum die Kurse wie anno dazumal aussehen, also eine Bleiwüste, verstehe ich nicht. Man sollte einmal einen Grafikdesigner daran setzen und nach bestimmten Kriterien farbig markieren. Dann läsen sich auch auch die Zeilen einfacher. Für diesen Verbesserungsvorschlag hätte ich gerne 1 Million Euro Prämie. Wenn es eine andere Zeitung als das Handelsblatt, dem ich diesen Vorschlag widme, übernimmt, hätte ich gerne 5 Millionen.